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Markkleeberg Lesefest in Großpösna: Fallschirmspringer kann bei Schülern landen
Region Markkleeberg Lesefest in Großpösna: Fallschirmspringer kann bei Schülern landen
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17:16 19.05.2015
Ein Autor und seine Zuhörer: Albert Wendt las gestern den Großpösnaer Grundschülern aus seinem Buch "Der kleine Fallschirmspringer" vor. Quelle: André Kempner
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Kaum dass Albert Wendt die Stimme erhob, wurde es gestern Mittag schlagartig ruhig im "Grünen Klassenzimmer" der Löwenzahn-Grundschule. Lag's am Autor, dessen Kinderbuch "Betti Kettenhemd" 2009 mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde, oder am LVZ-Fotografen, der zeitgleich die Bilder schoss, oder an Wendts Buch "Der kleine Fallschirmspringer", aus dem der 65-Jährige vorlas? Schulleiterin Sibylle Jaszovics war jedenfalls schon ein bisschen neidisch. "Ich wünschte, Ihr wärt bei mir auch mal so schnell so schön leise", rief sie ihren Schülerinnen und Schülern zu.

Die Konzentration auf den Vorleser und das genaue Zuhören sind Teil des Schulprojekts, auf das Jaszovics stolz ist. Vor vier Jahren sei die Idee im Schulförderverein geboren worden, erzählte sie. Seitdem würden Eltern, Lehrer, Schule und Hort gemeinsam den abwechslungsreichen Lesenachmittag für die Schüler organisieren.

Dabei war auch "Leseomi" Bärbel Grögor. "Ich habe allein zwei Enkel hier" schmunzelte die Märchentante, die manch einer auch vom "Wolkser Kaspertheater" kennen könnte. So las sie gestern im Kostüm einer Dame zur Zeit der Völkerschlacht 1813 aus Grimms Märchen vor. "Das Stück können die Kinder selber wählen", sagte sie. Schon im Vorjahr sei sie dabei gewesen und es habe ihr viel Spaß gemacht. Als Deutschlehrerin in der Erwachsenenbildung wisse sie zudem um die Bedeutung des Lesens.

Jaszovics freute sich, dass auch Schüler für ihre Mitschüler vorlesen wollten. Anna, Vincent, Leonie, Sophie und Felix hätten sich angeboten, ebenso die ehemalige Schülerin Chiara. "Das erfordert schon ein bisschen Mut", rief sie in die Kinderrunde, die voller Vorfreude in die Zimmer wollte.

Zehn Gruppen gebe es, erklärte sie die Regeln. Nach jeweils 30 Minuten könne gewechselt werden, zwischendrin sei stören aber unerwünscht. Dann huschte Jaszovics selber los, "ich habe auch eine Gruppe", erzählte sie freudig.

Weil Lesen und Zuhören auch hungrig und durstig machen, hatten die Organisatoren vorgesorgt. In den Pausen gab es so Kuchen und Getränke für die Kinder. Zum Abschluss des Nachmittags wurde es nochmal spannend für die Kinder. Die Schule verloste zehn Büchergutscheine, die der Förderverein gesponsert hatte - sozusagen die Fortsetzung des kleinen Lesefestes zu Hause.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.04.2013

Jörg ter Vehn

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