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Lichtermeer verzaubert Markkleeberg - Zum vierten Mal in Folge leuchten Kerzen im Agra-Park

Lichtermeer verzaubert Markkleeberg - Zum vierten Mal in Folge leuchten Kerzen im Agra-Park

Es war das Fest der 10 000 Lichter und Besucher aus nah und fern wollten es sich nicht entgehen lassen. Zum vierten Mal in Folge wurde in der historischen Anlage des Agra-Parks das Lichterfest gefeiert.

Markkleeberg. Für Ralph von Rauchhaupt, Organisator der Veranstaltung, wieder ein gelungenes Bürgerfest zum Wohlfühlen.

An den vier Ausgabestellen der Kerzen herrschte reges Treiben. Jeder Besucher griff sich ein paar, andere ein paar mehr. „Wir haben in diesem Jahr wenn überhaupt 100 Kerzen selbst aufgestellt“, gab Ralph von Rauchhaupt Auskunft. 13 000 Lichter wurden insgesamt ausgegeben und sie waren so schnell auf dem Gelände verteilt. „Die Leute sind auch ganz kreativ und stellen eigene Figuren oder Namen mit den farbigen Bechern zusammen. Es ist schön zu sehen, wie die Menschen das Fest annehmen“, war Rauchhaupt sichtlich stolz. Er erinnerte sich an das erste Mal zurück: „Mit 7500 Lichtern haben wir angefangen, damals noch als Vereinsfest angedacht. Jetzt hat es sich zu einer Art Bürgerfest entwickelt. Die Besucher machen aktiv mit, fühlen sich wohl, genießen den Park und seine Atmosphäre.“

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Markkleeberg. Es war das Fest der 10 000 Lichter und Besucher aus nah und fern wollten es sich nicht entgehen lassen. Zum vierten Mal in Folge wurde in der historischen Anlage des Agra-Parks das Lichterfest gefeiert. Für Ralph von Rauchhaupt, Organisator der Veranstaltung, wieder ein gelungenes Bürgerfest zum Wohlfühlen.

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Wie jedes Jahr gab es auch ein kleines Programm: Zum zweiten Mal dabei war das Stummfilmkino. Gezeigt wurden neben Klassikern von Charlie Chaplin und Buster Keaton Filmsequenzen aus verschiedenen Genres der Stummfilmzeit. Begleitet wurde das Ganze von Gunthard Stephan an der Violine und Thomas Renk am Klavier. Der Kirchenchor der Kantorei der Martin-Luther-Kirche Markkleeberg-West gab vorab Wander- und Pilgerlieder zum Besten.

Ganz neu dagegen war eine Idee des Familienzentrums Lichtblick. Das Team um Kerstin Leubner stellte mit den Kerzen ein Labyrinth dar. „Das Labyrinth ist eines der ältesten symbolischen Zeichen der Menschheit, mit dem Ziel seine innere Mitte zu finden“, erklärte Leubner. Wer diese Reise durch das Labyrinth unternimmt, könne viel über sich und sein Leben erfahren, „wenn er sich darauf einlässt“. Und schon standen die ersten bereit: Elena Koschew und ihr Sohn Daniel wollten es probieren. Während der Sohnemann die Wendungen mit Tempo nahm, war seine Mutter überrascht wie lang es ist. „Ich hoffe, dass ich irgendwann ankomme“, hörte man ihre Stimme. Am Ziel wartete dann noch ein Spruch, der das Symbol Labyrinth beschreibt. „Es war toll, eine besondere Erfahrung“, fand Elena Koschew. Und der neunjährige Daniel fügte hinzu: „Es war einfach cool.“ Doch Platz da, schon erschien ein Pärchen, das sich auf diese neue Reise begab. Hand in Hand durchschritten sie den leuchtenden Weg. „Wie kommen wir hier nur wieder heraus?“, fragte sich Katja Bischoff. Doch Freund Tino Schäfer war dicht bei ihr, „wir schaffen das“. Kurz vor dem Ziel ließ sie seine Hand los und durchschritt die letzten Meter mutig allein. „Wow, das zieht sich“, war Katjas Einschätzung zum Schluss. Beide waren das erste Mal beim Lichterfest und empfanden es als Erlebnis. „Wir genießen die romantische Stimmung, denn dazu sind wir hier“, sagte sie und zog Tino schon weiter.

Auf einer der Wiesen hatten zeitig einige Besucher zwei Decken ausgebreitet und bereiteten ihr Picknick vor. „Wir sind alles ehemalige Vikare, die sich zur Weiterbildung zusammengefunden haben und nun einen Abstecher zum Lichterfest machen“, erklärte Pfarrerin Jana Petrasch. Pfarrer Jan Schober freute sich auf die Stimmung, die von den Menschen und dem Ort ausgehen werde.

Durch die Anlage flanierten auch Thomas und Cornelia Wilhelm. „Wir sind begeistert, was hier von der Stadt und den den Bürgern auf die Beine gestellt wird“, so Cornelia Wilhelm. Gleichzeitig regte ihr Mann an, dass jeder doch zehn Cent für eine Kerze bezahlen könne und das eingenommene Geld wiederum einem gemeinnützigen Zweck gespendet werden kann. „Das würde dem Charakter des Festes nicht mehr entsprechen. Es ist für alle Menschen offen und soll zum Sommerausklang Freude bereiten und zur Entspannen beitragen“, erklärt Rauchhaupt. Dennoch sei er dankbar für diese Bereitschaft.

„Wir haben heute das Fest der 10 000 Lichter gefeiert, wer weiß, vielleicht wird es im nächsten Jahr das Fest der 15000 Lichter?“, hoffte Rauchhaupt und genoss selbst noch einmal den Blick auf das Lichtermeer.

Nannette Hoffmann

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