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Markkleeberg Liebeserklärungen in der Rumpelkammer
Region Markkleeberg Liebeserklärungen in der Rumpelkammer
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00:17 03.02.2016
Conni und Didi moderieren frech-frivol den Abend. Quelle: Andre Kempner
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Markkleeberg

Oetzsch-Gautzsch-Helau schallte es am Samstagabend durchs Rathaus. Der Markkleeberger Carnevals Club (mcc) hatte zu seinem 35. in die Rumpelkammer geladen. Begrüßt wurden die 250 Narren im fast ausverkauften Großen Lindensaal nicht von Willi Schwabe – auch wenn der via mcc-TV kurz vorbeischaute – sondern vom Moderatoren-Duo Conni Geß und Didi Kretzschmer.

Frech-frivol wie immer führten die beiden, diesmal im Kleeblatt-Look, durch gut zweieinhalb Stunden Programm. Das war in weiten Teilen ein Ausflug in die Siebziger- und Achtzigerjahre und überzeugte einmal mehr mit Musik, Tanz und Parodien - gestaltet von über 60 Aktiven auf und 30 „Wasserträgern“ hinter der Bühne. Höhepunkte waren unbestritten die Vollwaschgänge im „Kessel Buntes“. Ex-Agra-Schwimmmeister Jörg Schmidt überzeugte als Karel Gott ebenso wie als Boney M-Tänzer. „Daddy Cool“ sang und tanzte als hätte er nie etwas anderes gemacht.

Als Volksmusik-Act angekündigt, erwies sich die Premiere der „Costelpudener Spatzen“ als hippes Tanz-Battle, weit entfernt von angestaubtem Kinder- und Jugendballett. Neu auch die „Schaumschläger“, die mit Live-Musik auf Trommeln und Kisten lautstark für Stimmung sorgten. Eine Liebeserklärung schmetterte Didi Kretzschmer. Die war nicht für Kollegin Conni gedacht, sondern für die Stadt: „Ich bin so froh, dass es dich gibt. Markkleeberg, ich brauch Dich, ich lieb dich“, sang er inbrünstig.

Dass Erotik und Sex in Markkleeberg zu Hause sind, bewiesen einmal mehr die „Schrappnellen“. Mit „Sister Act“ erweckten sie selbst in Bierseeligkeit schwelgende Herren zu neuem Leben. Hahn im (Nonnen-)Korb war Arthur der Engel, der mit Schirm und Heiligenschein von der Leiter stieg, wenig später zu „Sex Bomb“ zum Tiger wurde. Tom Jones wäre vor Neid erblasst, hätte aber wohl auf das ausgeschnittene Herz in der Hose und den nicht mehr ganz taufrischen blanken Hintern verzichtet. Frau muss nicht alles gesehen haben. Aber die Markkleebergerinnen sind hart im Nehmen, sie forderten lautstark eine Zugabe.

Arnd Förster, mcc-Präsident und Maskottchen Eule in einem, war zufrieden mit dem Faschingsauftakt: „Die monatelangen Vorbereitungen haben sich gelohnt. Zwei von drei Veranstaltungen sind ausverkauft, das Publikum hält uns die Treue.“ Für viele war es ein Wiedersehen mit früheren Wama-Kollegen. In dem Betrieb war 1981 der Carnevals Club gegründet worden. Übrigens: Für die Weiberfastnacht am Donnerstag gibt es in der Goldschmiede Werner noch Karten.

Von Ulrike Witt

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