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Markkleeberg Linie 9 soll in Markkleeberg durch Bus ersetzt werden
Region Markkleeberg Linie 9 soll in Markkleeberg durch Bus ersetzt werden
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14:10 19.05.2015
Bald Geschichte: Die Straßenbahn der Linie 9 soll in Markkleeberg ab dem Winterfahrplan komplett durch einen Bus ersetzt werden. Quelle: André Kempner

Der Leipziger CDU-Stadtrat Karsten Albrecht plauderte bei der jüngsten Sitzung in der Messestadt das Ergebnis der Beratungen über Markkleeberg und die Linie 9 aus. Wie der Markkleeberger Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) dazu nun auf LVZ-Anfrage erklärte, sei die avisierte Umstellung Ergebnis der Arbeitsgruppe, die derzeit an einem ÖPNV-Konzept für die Große Kreisstadt arbeitet. Darin sind der Landkreis Leipzig als Aufgabenträger, die Städte Markkleeberg und Leipzig, die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), die Regionalbus GmbH, die Deutsche Bahn und der Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig vertreten.

"Auch wenn das Konzept noch nicht ganz fertig ist, nach einem Jahr der Analysen und Fahrgastbefragungen hat sich gezeigt, dass wir bei der Straßenbahn nach Inbetriebnahme des City-Tunnels einen massiven Fahrgastverlust von bis zu einem Drittel zu verzeichnen haben", sagte Schütze. Außerdem müssten die LVB im zweistelligen Millionenbereich in Gleise und Oberleitungen in Markkleeberg investieren. "Unter diesen Bedingungen ist die Straßenbahn kein wirtschaftliches Verkehrsmittel mehr. Das ist Konsenz bei allen Beteiligten", so der Rathauschef.

Deshalb hätten sich die Mitglieder der AG darauf verständigt, die Straßenbahnlinie 9 ab und bis Connewitzer Kreuz vollständig durch die Buslinie 70 zu ersetzen. "Vollständig bedeutet, dass die gleiche Route und die gleichen Taktzeiten gefahren werden, dass unter der Woche ein Zehn-Minuten-Takt zwischen Markkleeberg und Connewitz gesichert ist", sagte Schütze und betonte: "Dazu habe ich auf höchster Ebene Gespräche mit den LVB geführt. Es war schließlich immer unser Ziel, dass wir einen adäquaten Ersatz für die Linie 9 bekommen und das wäre mit der 70 der Fall." Allerdings liege die Entscheidung am Ende beim Landkreis als Aufgabenträger des öffentlichen Personenverkehrs. Gestern Abend informierte Schütze auch den Stadtrat.

Für Markkleeberg käme die Entscheidung zur rechten Zeit. Die Stadt bereitet gerade den städtebaulichen Wettbewerb fürs Zentrum zwischen Rathausplatz und Ring vor (die LVZ berichtete) und braucht Klarheit.

"Wir können nicht mehr warten. Schon im April soll der Stadtrat die Aufgabenstellung für den Wettbewerb beschließen und die Planer müssen wissen, ob die LVB-Anlagen weiterhin zum Stadtbild gehören oder nicht", erläuterte Schütze. Klitzekleiner Wermutstropfen am Rande: Mit der Straßenbahn würde Markkleeberg ein Alleinstellungsmerkmal verlieren - die einzige niveaugleiche Kreuzung von Eisen- und Straßenbahn in Europa.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember soll laut Oberbürgermeister auch endlich der von den Markkleebergern lang ersehnte Stadtbus mit einer Ost-West-Verbindung und der Anbindung der Ortsteile Wachau und Auenhain den Betrieb aufnehmen.

"Wir zahlen zwar als Stadt keinen Euro für den ÖPNV, aber wir haben natürlich großes Interesse, dass die Erschließung von und innerhalb Markkleebergs weiter verbessert wird", sagte Schütze.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.03.2015
Ulrike Witt

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