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Lob für Kameraden: „Prima aufgestellt, gut ausgebildet und ausgerüstet“

Feuerwehrball Lob für Kameraden: „Prima aufgestellt, gut ausgebildet und ausgerüstet“

Der Puls von Stadtwehrleiter Bernd Colditz erreichte am Samstagabend im Saal in Zitzschen bei der alljährlichen Auszeichnungsfeier der Freiwilligen Feuerwehr Zwenkau und der Ortswehren Rüssen-Kleinstorkwitz, Löbschütz, Zitzschen und Großdalzig-Tellschütz ungeahnte Höhen. Kein Wunder: Für den 68-Jährigen war es die letzte große Veranstaltung als Feuerwehrchef.

Feierzeit bei der Feuerwehr: Holger Schulz (vorn Mitte), Bernd Colditz (rechts außen) und die Kameraden schauen auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Samstagabend waren sie mal nicht im Einsatz, wurden bis Sonntag von den Markkleeberger und Pegauer Kameraden vertreten.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Der Puls von Stadtwehrleiter Bernd Colditz erreichte am Samstagabend bei der alljährlichen Auszeichnungsfeier der Freiwilligen Feuerwehr Zwenkau und der Ortswehren Rüssen-Kleinstorkwitz, Löbschütz, Zitzschen und Großdalzig-Tellschütz im Zitzschener Saal ungeahnte Höhen. Kein Wunder: Für den 68-Jährigen war es die letzte große Veranstaltung als Feuerwehrchef. Am 15. Januar wird die aktive Truppe bei der Jahreshauptversammlung seinen Nachfolger wählen.

„Hinter uns liegt ein Jahr voller Arbeit. Bis zum heutigen Tag wurden wir 41 Mal alarmiert. Gegenüber 2014 ist das eine Steigerung um 170 Prozent“, berichtete Colditz. Gleich zu Jahresbeginn, am 10. Januar, mussten die Wehren zum Kirchenbrand nach Tellschütz ausrücken. „Der Großbrand hat uns gefordert, aber auch andere Feuer, Verkehrsunfälle auf der A 38, technische Hilfeleistungen, die Tierrettung, Tragehilfen und vieles mehr“, erinnerte er.

74 aktive Kameraden, darunter sieben Neuzugänge, sind in Zwenkau und den Ortsteilen derzeit aktiv. Und das nicht nur bei Feuerwehreinsätzen. „Wir engagieren uns auch bei vielen öffentlichen Veranstaltungen wie dem Laurentius- sowie anderen Heimat- und Dorffesten. Damit sind wir ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens“, betonte der Stadtwehrleiter. Dies gelte auch für die 13 Mitglieder der Jugendwehr, Mädchen und Jungen zwischen acht und 16 Jahren.

Danke sagte Colditz insbesondere den Kameraden, die in den vergangenen Wochen den Anbau am Feuerwehrgerätehaus Zwenkau in der Bahnhofstraße errichtet haben. Dort soll nächstes Jahr der neue Einsatzleitwagen, ein Zugfahrzeug für das ebenfalls noch zu beschaffende Rettungsboot für den Zwenkauer See, seine Heimat bekommen.

Bürgermeister Holger Schulz (CDU) lobte seine Feuerwehr in höchsten Tönen als „prima aufgestellt, gut ausgebildet und ausgerüstet“. Wobei die Technik noch ausbaufähig sei, räumte er ein. was die Kameraden klopfend bestätigten. Anerkennung zollte Schulz Harald Staacke, Feuerwehrverbindungsmann im Rathaus, der noch dieses Jahr in die „Alters- und Ehrenabteilung“, also den Ruhestand, wechsele. Sein Nachfolger stehe mit Nico Holland, erfahrener junger Kamerad und ausgebildeter Verwaltungsfachangestellter, schon fest.

Rückschauend auf das Großereignis des Jahres, den Kirchenbrand von Tellschütz, meinte der Rathauschef und in dieser Funktion oberster Feuerwehrmann von Zwenkau: „Es ist Fürchterliches passiert, aber Ihr habt noch Fürchterlicheres verhindert. Das war ein Wunder, halb Tellschütz hätte abbrennen können.“

Um für die Zukunft in einem größer werdenden Zwenkau gewachsen zu sein, müsse weiterhin großer Wert auf die Aus- und Weiterbildung gelegt werden. „Zum Glück ist unsere Jugendwehr, gegen den Trend im Landkreis Leipzig, gut aufgestellt“, betonte Schulz. Der Nachwuchs strahlte wenig später über die Auszeichnung mit der „Jugendflamme 1“, die Schulz zum ersten Mal überreichte. Marvin Wichmann, 13 Jahre, sagte: „Mir macht die Feuerwehr einfach Spaß, die Technik, das Team, eigentlich alles.“ Später will der Oberschüler „am liebsten bei der Fughafenfeuerwehr arbeiten“.

Eine Premiere war auch die Ehrung für 50 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr. Nach zahlreichen Beförderungen und Auszeichnungen an diesem Abend stand nun Stadtwehrleiter Bernd Colditz selbst im Mittelpunkt, erhielt Blumen und eine Prämie. „Jetzt ist mein Puls wieder im Normalbereich“, verriet der Geehrte vorm gemeinsamen Sturm aufs Buffet.

 

Von Ulrike Witt

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