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Löbschützer Kameraden fühlen sich von Entscheidung überrollt

Stadtwehr Zwenkau Löbschützer Kameraden fühlen sich von Entscheidung überrollt

Das vom Stadtrat besiegelte Aus für die Löbschützer Feuerwehrerhitzt die Gemüter. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Zwenkauer Stadtwehr am Freitag deutlich. Sonst erreicht die für gewöhnlich bereits mit dem Verlesen des Rechenschaftsberichtes durch den Stadtwehrleiter ihren Höhepunkt. Diesmal wurde nachgehakt und diskutiert.

Hat ausgedient – die alte Feuerwehrgarage in Löbschütz.

Quelle: Andre Kempner

Zwenkau. Das vom Stadtrat besiegelte Aus für die Löbschützer Feuerwehr (die LVZ berichtete) erhitzt die Gemüter. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Zwenkauer Stadtwehr am Freitagabend deutlich. Sonst erreicht die für gewöhnlich bereits mit dem Verlesen des Rechenschaftsberichtes durch den Stadtwehrleiter ihren Höhepunkt. Diesmal wurde nachgehakt und diskutiert.

„Was haben wir Löbschützer der Stadt getan, dass man nicht direkt mit uns spricht, sondern wir aus der Zeitung von der Entscheidung erfahren müssen?“, wollte Ortswehrleiter Carsten Pohle wissen. Stocksauer war auch Ekkehard Kulas. „Ich bin 40 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr. Von Ehre und Kameradschaft habe ich eine andere Vorstellung“, meinte er und hielt einen Brief aus dem Rathaus hoch. „Der war heute im Briefkasten. Offiziell haben wir erst heute erfahren, dass unsere Feuerwehr geschlossen wird“, schimpfte er.

Zu Recht. Auch wenn sich an den Fakten nichts geändert hat: „Der Standort ist unwirtschaftlich, laut Brandschutzbedarfsplan nicht notwendig und damit auch nicht förderfähig“, begründete der stellvertretende Bürgermeister Alexander Wagner noch einmal, was im Stadtrat acht Tage zuvor bereits Thema war. Der Etat reiche nicht für die Ausrüstung und Unterhaltung der fünf Ortswehren, so der CDU-Stadtrat, der Bürgermeister Holger Schulz vertrat. Allein 100 000 Euro würden in Löbschütz für ein neues Fahrzeug – der 45 Jahre alte B 1000 ist seit anderthalb Jahr defekt –, weitere Mittel für ein neues, größeres Gerätehaus benötigt. Hinzu käme die personelle Situation: Löbschütz hat noch sieben Aktive, von denen drei in den nächsten Jahren in die passive Truppe wechseln werden, wie Stadtwehrleiter Thomas Kröter sagte. Tatsachen, die die Löbschützer hinlänglich kennen.

Das eigentliche Problem scheint – mal wieder – die Kommunikation mit dem Rathaus. „Das letzte Gespräch mit den Löbschützer Kameraden fand am 17. November mit Bürgermeister Holger Schulz und Stadtwehrleiter Thomas Kröter im Rathaus statt“, berichtete Isabel Karnuth. Die junge Frau ist in der Stadtverwaltung für Feuerwehrfragen zuständig. Damals habe sich die Runde geeinigt, das weitere Vorgehen dem Stadtrat zu überlassen. Zudem sollte sich Kröter nach dem Preis für ein neues Auto erkundigen. Seither herrschte Funkstille.

„Wir haben bis heute keine Antwort von der Stadt bekommen“, ärgerte sich Kulas. Auch der Vorschlag, den alten ELW von der Feuerwehr Zwenkau zu übernehmen, sei im Sande verlaufen, fügte Pohle hinzu. „Dabei haben wir 2016 eine schriftliche Zusage von Bürgermeister Schulz erhalten.“ Eine Bestätigung gab es nicht: Schulz hatte sich am Nachmittag in den Urlaub verabschiedet. Für Stadtwehrleiter Kröter war das bei seiner ersten Jahreshauptversammlung eine denkbar schlechte Situation. „Die Gespräche mit den Löbschützern laufen seit Jahren. Schon mit dem Brandschutzbedarfsplan 2007 war im Grunde klar, wohin die Reise geht. Und der Stadtratsbeschluss war einstimmig“, betonte er.

Wagner bat die Kameraden um gutes Einvernehmen, sie könnten nach Rüssen oder Zwenkau wechseln. Und das ist dringend notwendig. Denn statt der vom Brandschutzbedarfsplan vorgesehenen 108 Aktiven verfügt die Stadtwehr nur über 71. Erstaunlich bei dieser Lage: Die Rüssener Kameraden wussten bislang nichts über die potenziellen Neuzugänge. „Gibt es noch eine offizielle Runde und wie wird das mit der Besetzung unseres Ford Transit bei Einsätzen?“, fragte der Rüssener Udo Hornauer.

Von Ulrike Witt

Löbschütz 51.1978698 12.3160437
Löbschütz
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