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Lösung gegen braune Pleiße ist in Sicht – Wird der Fluss umverlegt?

Tagebausanierer Lösung gegen braune Pleiße ist in Sicht – Wird der Fluss umverlegt?

Die Tagebausanierer der LMBV überlegen ernsthaft, die Pleiße umzuverlegen. Sie soll durch den Kahnsdorfer See geleitet werden, um dort ihre für Lebewesen gefährliche Eisenhydroxidschlammfracht loszuwerden.

Eine braune Suppe: Die Pleiße am Agra-Wehr Markkleeberg. Die Tagebausanierer überlegen nun ernsthaft, den Fluss durch den Kahnsdorfer See als eine Art Absetzbecken umzuverlegen.
 

Quelle: Andre Kempner

Markkleeberg/Leipzig.  Die Farbe belegt es: Die Pleiße ist im Südraum Leipzig ab der Kippe Witznitz stark mit Eisenhydroxidschlämmen belastet. Rund eintausend Kilogramm Eisen sickern dort täglich in den Fluss ein, der in den Sechzigerjahren vom DDR-Tagebau mitten durch die Kippe verlegt worden war. Bei einer Auftaktveranstaltung mit Ämtern, Firmen und Kommunen stellten die Tagebausanierer der LMBV am Dienstag vor, wie sie der Pleiße die unschöne und auch für Lebewesen und den Tourismus gefährliche braune Fracht nehmen wollen: Der Fluss soll durch den Kahnsdorfer See als eine Art Absetzbecken geleitet werden.

Die LMBV folgt damit einem Vorschlag von Regionalplaner Andreas Berkner (die LVZ berichtete). „Idee ist hierbei die Durchleitung der Pleiße von oberhalb des Trachenauer Wehres durch den Kahnsdorfer See und die anschließende Zurückführung des sauberen Wassers unterhalb des Trachenauer Wehres“, so LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber. In dem tiefen Bergbaufolgesee könnten die Eisenhydroxidschlämme sedimentieren, das gereinigte Wasser ließe sich zurück in die Pleiße ausleiten. Steinhuber betonte, dass auch noch weitere Varianten betrachtet würden, vorerst eine Dresdner Firma beauftragt sei, bis Ende nächsten Jahres eine Vorplanung zur Umverlegung zu erarbeiten.

Die enormen Stofffrachten in der Pleiße führen laut LMBV zu einer Schädigung der Lebewesen und zu einer Beeinträchtigung der Nahrungsketten im Fluss. Laut Prognosen gingen die Einträge nur „äußerst langsam“ zurück – 2100 würden ohne ein Einschreiten täglich immer noch 750 kg Eisen Richtung Leipzig getragen.

Von Jörg ter Vehn

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