Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Lösung gegen braune Pleiße ist in Sicht – Wird der Fluss umverlegt?
Region Markkleeberg Lösung gegen braune Pleiße ist in Sicht – Wird der Fluss umverlegt?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:06 30.11.2016
Eine braune Suppe: Die Pleiße am Agra-Wehr Markkleeberg. Die Tagebausanierer überlegen nun ernsthaft, den Fluss durch den Kahnsdorfer See als eine Art Absetzbecken umzuverlegen.  Quelle: Andre Kempner
Anzeige
Markkleeberg/Leipzig

 Die Farbe belegt es: Die Pleiße ist im Südraum Leipzig ab der Kippe Witznitz stark mit Eisenhydroxidschlämmen belastet. Rund eintausend Kilogramm Eisen sickern dort täglich in den Fluss ein, der in den Sechzigerjahren vom DDR-Tagebau mitten durch die Kippe verlegt worden war. Bei einer Auftaktveranstaltung mit Ämtern, Firmen und Kommunen stellten die Tagebausanierer der LMBV am Dienstag vor, wie sie der Pleiße die unschöne und auch für Lebewesen und den Tourismus gefährliche braune Fracht nehmen wollen: Der Fluss soll durch den Kahnsdorfer See als eine Art Absetzbecken geleitet werden.

Die LMBV folgt damit einem Vorschlag von Regionalplaner Andreas Berkner (die LVZ berichtete). „Idee ist hierbei die Durchleitung der Pleiße von oberhalb des Trachenauer Wehres durch den Kahnsdorfer See und die anschließende Zurückführung des sauberen Wassers unterhalb des Trachenauer Wehres“, so LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber. In dem tiefen Bergbaufolgesee könnten die Eisenhydroxidschlämme sedimentieren, das gereinigte Wasser ließe sich zurück in die Pleiße ausleiten. Steinhuber betonte, dass auch noch weitere Varianten betrachtet würden, vorerst eine Dresdner Firma beauftragt sei, bis Ende nächsten Jahres eine Vorplanung zur Umverlegung zu erarbeiten.

Die enormen Stofffrachten in der Pleiße führen laut LMBV zu einer Schädigung der Lebewesen und zu einer Beeinträchtigung der Nahrungsketten im Fluss. Laut Prognosen gingen die Einträge nur „äußerst langsam“ zurück – 2100 würden ohne ein Einschreiten täglich immer noch 750 kg Eisen Richtung Leipzig getragen.

Von Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach 15 Jahren steht das Soziokulturelle Zentrum Markkleeberg vor dem Aus. Der Kulturraum Leipziger Raum hat Leiterin Katrin Krahnstöver vergangene Woche in einer Vorinformation schriftlich mitgeteilt, dass der Verein 2017 keine Förderung erhalten wird. Eine Begründung gab es nicht.

29.11.2016
Wurzen Sparfüchse, Partygänger, U-Hosen-Muffel - Von Leipzig in die Region: Wer sitzt neben mir in der S-Bahn?

Wie hoch ist die Chance in der mitteldeutschen S-Bahn unter 100 Fahrgästen einen Millionär mit tadellosem Lächeln anzutre­ffen, der sich für einen miesen Küsser hält? Ziemlich gering, wie unsere Statistik zeigt. Wer ist Ihr Sitznachbar im Zug? Wir haben die (rein theoretische) Antwort.

28.11.2016

Wenn alles gut geht, sollen auf dem Störmthaler See ab dem Frühjahr 2018 Hausboote das touristische Angebot vergrößern und Besuchern erholsame Kurzerlaube auf dem Wasser ermöglichen. Im Gemeinderat in dieser Woche stellte ein Investor seine Pläne vor und bekam dafür viel Zuspruch.

26.11.2016
Anzeige