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Lückenschluss im Neuseenland: Erikenbrücke soll bis Mai 2017 fertig sein

Baubeginn Lückenschluss im Neuseenland: Erikenbrücke soll bis Mai 2017 fertig sein

Eine weitere Lücke zwischen Leipzig und dem Neuseenland wird seit Dienstagmittag geschlossen: In der verlängerten Erikenstraße in Hartmannsdorf begann der Brückenbau über die Weiße Elster.

Baustart: Symbolisch wird ein Seil als Brücke mit den Fahnen von Leipzig und Zwenkau über die Weiße Elster hochgezogen.

Quelle: André Kempner

Leipzig/Zwenkau. Eine weitere Lücke zwischen Leipzig und dem Neuseenland wird seit Dienstagmittag geschlossen: In der verlängerten Erikenstraße in Hartmannsdorf begann der Brückenbau über die Weiße Elster. Im Mai nächsten Jahres soll das rund 1,4 Millionen Euro teure Bauwerk fertig sein, dann Fußgängern, Radfahrern und notfalls auch Rettungsfahrzeugen einen Zugang zur anderen Flussseite mit seinen Attraktionen wie dem Freizeitpark Belantis und dem Neuseenland ermöglichen.

Die Idee zum Bau der Brücke sei im Jahr 2000 durch den Zweckverband Planung und Erschließung „Neue Harth“ im Zuge der Entwicklung von Belantis geboren worden, erinnerte Verbandschef und zugleich Zwenkauer Bürgermeister Holger Schulz (CDU). Durch die Umverlegung der Weißen Elster in den 1970er Jahren um die Tagebaue sei insbesondere der Zugang vom Leipziger Südwesten in das entstehende Leipziger Neuseenland stark eingeschränkt worden. Die historischen Wegebeziehungen von Hartmannsdorf und Knautnaundorf in die Harth und nach Markkleeberg und Zwenkau seien gekappt gewesen.

Die neue „Erikenbrücke“ schließe nun die Lücke vom Ende der Erikenstraße über die Weiße Elster zur Straße Am Stausee/Zur Weißen Mark. Fußgänger und Radfahrer erhielten damit auch einen direkten Zugang zum Fuß- und Radwegenetz der Neuen Harth. Er hoffe, dass Anfang des kommenden Jahrzehnts das Wegenetz mit dem Rundweg um den Zwenkauer See insgesamt komplettiert sei und über viele Kilometer auto-freie Erholung ermögliche, sagte Schulz. Auf jeden Fall werde schon im nächsten Jahr der Fähranleger am Nordufer fertig sein.

Ursprünglich sei die Brücke größer gedacht gewesen, sollte auch fest für den ÖPNV mitgeplant werden, erläuterte Schulz. Wegen der Fördermittel sei es nun mit 3,75 Metern schmaler. Trotzdem glaube er, dass sich eines Tages die Möglichkeit für die Neuseenland-Buslinie zwischen den Bahnhöfen Leipzig-Knauthain und Markkleeberg-Gaschwitz über die Brücke ergeben werde.

Das Bauwerk über die Elster wird zwischen den Deichen insgesamt 115 Meter lang. Vier Pfeiler im Flussbett tragen die fünf Felder. Um die Eingriffe möglichst gering zu halten, sind die Widerlager in Höhe der Deichkronen angeordnet.

Finanziert wird die Brücke mit Hilfe von Fördermitteln des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) sowie mit Mitteln aus der Braunkohlesanierung. Ergänzt wird die Finanzierung durch Eigenmittel des Zweckverbandes „Neue Harth“. Der Verband, in dem Leipzig und Zwenkau Mitglieder sind, hatte dazu gut 400 000 Euro angespart, hofft jedoch, wegen einer preiswerteren Bauvergabe nicht alles ausgeben zu müssen.

Von Jörg ter Vehn

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