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Markkleeberg Mädchenträume sind zum zweiten Standbein geworden
Region Markkleeberg Mädchenträume sind zum zweiten Standbein geworden
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14:55 19.05.2015
Stolz präsentieren die Tanzmäuse der Tanzschule Ballomare mit Inhaber Büttner ihre neuen Kostüme. Genäht wurden diese von Familie Osin. Quelle: André Kempner

Und das mit wachsendem Erfolg.

Angefangen hat alles mit Zehntklässlerinnen, die nach Petticoats für den letzten Schultag fragten. "Natürlich konnte ich so etwas nicht anbieten, aber ich erinnerte mich, dass ich als Jugendliche selbst genäht habe. Es gab ja nicht immer, was man wollte, erst recht, wenn es modern und schick sein sollte", erzählt die 58-Jährige. Ohnehin war das Mutter-Tochter-Gespann gerade auf der Suche nach einem zweiten Standbein fürs Geschäft.

Sich auf Petticoats zu spezialisieren, erschien ihnen zu gewagt, schließlich ändert sich der Geschmack junger Leute schnell. Stattdessen setzte sich Marita Osin nach einer kleinen Internetrecherche an die heimische Nähmaschine und fertigte das erste Kinderfestkleid - "barbiemäßig mit ganz viel Glitzer". Der Schritt zum Faschingskostüm war dann ein kleiner, die Schneekönigin der Erstling, die Wasserfee folgte und zahlreiche Anrufe. "Nachdem ich die Kostüme ins Internet gestellt hatte, wollten sogar Erwachsene so ein Märchenkostüm für sich haben", sagt Marita Osin noch immer staunend.

Inzwischen ist das Repertoire größer geworden: Marienkäfer, Schmetterlinge respektive Elfen, Prinzessinnen, Goldmarie, Dornröschen, Gänsemagd - bei Osins können kleine Mädchen, aber auch Jungen in viele Rollen schlüpfen. Der Vorteil ihrer Kostüme, die übrigens alle Unikate sind und je nach Aufwand zwischen 50 und 70 Euro kosten: "Unsere Kleider passen nicht nur zierlichen Kindern, sondern dank Gummizug, variablen Bändern, Schleifen und Schürzen auch den strammeren. Und sie wachsen zwei, drei Jahre mit", erklärt Marita Osin.

Das hat auch Jan Büttner von der Tanzschule Ballomare in Markkleeberg erkannt und schon 22 farbenfrohe Kostüme für seine Tanzmäuse geordert. "Dabei kam er nur in unseren Laden, um Flyer für seine Kurse auszulegen", berichtet Jana Osin. Längst hilft sie ihrer Mutter an der Nähmaschine, um der Auftragsflut Herr zu werden.

"Bis zum Rosenmontag am 3. März produzieren wir wieder am laufenden Band - für kleine und große Mädchen", verspricht Marita Osin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.01.2014
Ulrike Witt

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