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Mal wieder Land unter – VfB Zwenkau drängt weiter auf Stadionumbau

Sportstätten Mal wieder Land unter – VfB Zwenkau drängt weiter auf Stadionumbau

Sportlich könnte es für den VfB Zwenkau besser laufen: Nach dem umjubelten Aufstieg in die Landesliga weht der 1. Herrenmannschaft jetzt ein rauer (Herbst-)Wind entgegen. Aufgeben kommt indes nicht in Frage, wie der Vorstand am Montagabend beim Sponsorentreffen versicherte. Das gilt auch für die marode Infrastruktur am Eichholz.

Land unter – dafür reichen im maroden Eichholz-Stadion bereits ein paar Stunden Regen. Deshalb ist der Trainingsbetrieb aktuell mal wieder eingestellt.

Quelle: Andre Kempner

Zwenkau. Sportlich könnte es für den VfB Zwenkau besser laufen: Nach dem umjubelten Aufstieg in die Landesliga weht der 1. Herrenmannschaft jetzt ein rauer (Herbst-)Wind entgegen. Aufgeben kommt indes nicht in Frage, wie der Vorstand am Montagabend beim Sponsorentreffen im Sportlerheim versicherte. Das gilt auch für die marode Infrastruktur am Eichholz.

Was die ganz praktisch bedeutet, machte Vorstandssprecher Norman Braunschweig klar: „Am Wochenende wurden beide Plätze durch den Spielbetrieb bei Dauerregen umgegraben und mussten dadurch diese Woche für den kompletten Trainingsbetrieb gesperrt werden.“ Betroffen sind im größten Zwenkauer Verein mehr als 300 aktive Mitglieder, darunter 200 Kinder und Jugendliche.

„Unsere Sportplätze und Gebäude haben zum Teil Jahrzehnte auf dem Buckel. Nur das Sportlerheim wurde vor zwölf Jahren mal mit Hilfe der Stadt saniert“, erklärte Bauvorstand Rüdiger Renno. Als vor zehn Wochen die Landesliga-Kommission das Gelände besichtigt hat, sei das Wetter zum Glück gut gewesen. Aber selbst Sonne und blauer Himmel könnten dem alten Container kein neues Leben einhauchen: Defekte Duschen und schimmlige Umkleiden seien für Spieler und Trainer schon lange nicht mehr zumutbar.

Eigentlich sollte im Sommer der erste Schritt zum Umbau und zur Modernisierung der Sportanlagen beginnen, doch es kam anders: Schulen und Technischer Ausschuss beharrten auf der 400-Meter-Laufbahn. Wie berichtet, wurde daraufhin eine Arbeitsgruppe einberufen, Pläne und Alternativen diskutiert und verworfen. So sollte die „Germine“ laut Stadt kurzfristig per Brunnenbohrung bewässert und ein Sanitärcontainer errichtet werden – bislang ohne Ergebnis.

„Unser Ziel ist es, die VfB-Sportstätten so zu modernisieren und so zu ergänzen, dass wir eine kompakte Sportanlage am Eichholz haben“, betonte Renno. Der vor drei Jahren aus der Not geschaffene Kleinfeld-Platz im Waldbad oder die „Germine“ seien keine Lösung. Vielmehr habe es schon mehrere kleine Unfälle gegeben, weil die Fußballer im Dunkeln durch unwegsames Gelände müssten.

Daher hält der VfB auch an seinen Plänen fest, will aus dem großen Platz 1 weiter zwei machen, neben Eigenmitteln auch erhebliche Sachleistungen einbringen. Der heutige Platz 2 in der Senke soll dauerhaft ertüchtigt werden. Der Grundwasserwiederanstieg macht dem VfB hier zu schaffen. Der erfahrene Projektentwickler und Architekt Renno will den Tagebausanierer LMBV ins Boot holen: „Es gibt Schriftverkehr, aber das steckt alles noch in den Kinderschuhen.“

Einen ersten Schritt will die Stadt noch dieses Jahr tun: das Stadion vom Freistaat kaufen. Der Stadtrat hatte dafür im Oktober 45 000 Euro mit dem Nachtragshaushalt frei gegeben. Jetzt hofft der VfB, dass die Stadt zügig einen Erbbaupachtvertrag mit dem Verein schließt und damit Sicherheit für Verein und Investoren schafft. „Auf unser Drängen soll in den Doppelhaushalt 2017/18 ein großer sechsstelliger Betrag für Investitionen eingestellt werden“, verriet Renno am Montagabend. Dieser könne mit Fördermitteln noch aufgestockt werden.

„Als größter Zwenkauer Verein haben wir eine große soziale Verantwortung, der unsere rund 80 ehrenamtlichen Mitglieder voll gerecht werden. Das sollte bei der Haushaltsplanung und der Bewertung der Nachhaltigkeit notwendiger Investitionen von Stadtverwaltung und Stadtrat ebenso gewürdigt werden wie der Imagegewinn auf dem Weg zur Sportmeile“, sagte Renno in Richtung Rathaus.

Von Ulrike Witt

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