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Marie von Dänemark krönt Feuerwehr-Sternfahrt

Royaler Besuch Marie von Dänemark krönt Feuerwehr-Sternfahrt

Prinzessin Marie von Dänemark am Steuer der Markkleeberger Schnulle – ein Erlebnis, das Gernot Engler wohl nie vergessen wird. Mit zwölf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg-West war der 58-Jährige vergangene Woche zur 22. Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt ins dänische Sonderborg aufgebrochen. Dass das Wochenende mit royalem Besuch gekrönt wird, damit hatte er nicht gerechnet.

Ein unvergesslicher Augenblick: Prinzessin Marie (Mitte), daneben ihr Ehemann Prinz Joachim und Gernot Engler im Gespräch.

Quelle: Privat

Markkleeberg/Sonderborg. Prinzessin Marie von Dänemark am Steuer der Markkleeberger Schnulle – ein Erlebnis, das Gernot Engler wohl nie vergessen wird. Mit zwölf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg-West war der 58-Jährige vergangene Woche zur 22. Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt ins dänische Sonderborg aufgebrochen. Dass das Wochenende mit royalem Besuch gekrönt wird, damit hatte er nicht gerechnet.

„Die Prinzessin hat uns Markkleeberger bei ihrem Rundgang auf dem Festgelände mit Handschlag begrüßt. Und wir haben sie eingeladen, in die Schnulle einzusteigen. Dass sie das wirklich gemacht hat, ist eine Wertschätzung, die uns riesig freut“, erzählt Engler und fügt strahlend hinzu: „Eigentlich wollten wir uns danach gar nicht mehr waschen.“ Haben die Männer trotzdem gemacht und sind mit beseeltem Blick die 650 Kilometer zurück ins heimische Sachsen gerollt. Ihre Schnulle, nun noch wertvoller, huckepack auf einem Hänger, im Handschuhfach die neueste Ausgabe der Sonderborger Tageszeitung – auf dem Titelbild, die lachende Marie in der Schnulle.

Engler ist Vorsitzender der Interessengemeinschaft M 21 „Klein Schnulle“. Die war im Jahr 2000 von einer handvoll Kameraden eigens zur Rettung des kleinen Fahrzeugs privat gegründet und später in einen Verein überführt worden. Die Schnulle ist ein feuerwehrroter Multicar, Baujahr 1964, hergestellt im Fahrzeugwerk im thüringischen Waltershausen. „Zur Jahrtausendwende wollte sie ihr letzter Besitzer, die Stadtwerke Leipzig, verschrotten. Das konnten wir nicht mit ansehen“, sagt Engler.

Zwei Jahre hat die IG danach die Schnulle in mühevoller Kleinarbeit in der Freizeit restauriert. „Das besondere an dem Multicar ist, man steht in der Kabine und lenkt mit den Füßen“, erklärt Engler. Fahrtüchtig ist das Auto, nur eben kein Flitzer. „Maximal 15 Stundenkilometer, mehr schafft unsere Schnulle nicht“, sagt Engler beinah liebevoll. Immerhin war der Mini-Leiterwagen nun schon bei sechs Internationalen Feuerwehr-Sternfahrten dabei. Royale Aufmerksamkeit wurde ihm indes noch nie zuteil. Und schon gar nicht doppelt: Denn nicht nur die schöne Marie sagte den Markkleebergern Hallo, begleitet wurde die gebürtige Französin von ihrem Ehemann, Prinz Joachim.

Erlebnisreich, wenn auch ohne ganz hohen Besuch, waren die Tage in Sonderborg auch für die AG Feuerwehrhistorik Gaschwitz – die zweite Markkleeberger Truppe bei der Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt. Für die Kameraden um den ehemaligen Ortswehrleiter Manfred Reuter war es bereits das achte große Treffen. Immer dabei die Isabella. Auch der Opel, Baujahr 1928, wurde nach Dänemark im Anhänger chauffiert. Die 100-Kilometer-Sternfahrt vor Ort war das alte Feuerwehrauto dann auf eigenen Rädern unterwegs, ebenso der 353er Wartburg der AG, ehemals ein Einsatzleitwagen. „Es war wieder ein sehr schönes Erlebnis: Kameraden aus 16 Ländern mit 120 Fahrzeugen – das ist was Besonderes“, schwärmt der 64-jährige Reuter.

Von Ulrike Witt

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