Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Markkleeberg: Gebühren für Krippe und Kindergarten steigen zum 1. Januar
Region Markkleeberg Markkleeberg: Gebühren für Krippe und Kindergarten steigen zum 1. Januar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:14 19.05.2015

Geringfügig günstiger werden Hortplätze. Sie kosten auf Basis der Betriebskosten 2013 noch 69,10 Euro, ganze 16 Cent weniger. Das hat der Stadtrat am Mittwochabend im Lindensaal mit 19 Ja-, vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung beschlossen.

Voran ging die sich jährlich wiederholende Diskussion um Familienfreundlichkeit und - das ist neu in Markkleeberg - Haushaltskonsolidierung. "Bei Familien sollten wir auf Entlastung setzen und keine weiteren Belastungen schaffen", erklärte der Fraktionsvorsitzende der Linken, Dieter Bormann. Er werde nicht zustimmen. Vielmehr solle die 2012 verabschiedete Kita-Satzung, die einen Elternanteil von 21,5 Prozent bei der Krippe und 28,5 Prozent beim Kindergarten sowie jährliche Anpassungen anhand der Betriebskosten vorsieht, überdacht werden. "Wir sollten es uns leisten, an die untere Grenze von 20 beziehungsweise 23 Prozent zu gehen."

Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) machte klar, dass diese Zeiten vorbei sind. "Wir haben im Ergebnis-Haushalt einen Fehlbetrag von 3,6 Millionen Euro. Der muss bis 2017 abgebaut werden und die nächsten Haushaltszahlen sind mit 800 000 Euro Mindereinnahmen nicht erfreulich. Wenn wir nächstes Jahr das Haushaltsstrukturkonzept erarbeiten, müssen wir uns die Ausgaben- und die Einnahmenseite anschauen", betonte er und warnte davor, "den 2012 hart erkämpften Kompromiss aufzukündigen." Außerdem liege Markkleeberg mit seinen Kita-Gebühren in der Region im mittleren Bereich: In Zwenkau müssten Eltern für neun Stunden Krippe 227 Euro zahlen, in Markranstädt 164 Euro.

Ausgerechnet Sebastian Bothe von Schützes SPD-Fraktion erklärte, dass er einen jährlichen "Anhebungsautomatismus" wie bei Bus und Bahn bei der Kita nicht mittrage und sich deshalb enthalten werde. "Die finanzielle Notwendigkeit für die Kommune erkenne ich, aber als Vater weiß ich auch, dass für viele Familien fünf Euro mehr zu viel sind." Schließlich erhöhten sich parallel auch regelmäßig die Preise fürs Kita-Essen.

Schütze erwiderte, dass die Gebührenspirale auch in steigenden Personal- und Unterhaltungskosten begründet sei. "Wir haben in unseren Kitas inzwischen hervorragende Bedingungen, das kostet natürlich", so der Rathauschef. SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Müller kritisierte den Freistaat, der sich weit von der ursprünglich vereinbarten Drittelfinanzierung entfernt habe und den Kommunen die größte Belastung aufbürde.

Ein Punkt, bei dem CDU-Landtagsmitglied Oliver Fritzsche nicht an sich halten konnte. "Die Kita-Finanzierung ist eine kommunale Pflichtaufgabe, die vom Land bezuschusst wird." Der Festbetrag steige gerade, der Kita-Betreuungsschlüssel sinke, kurz der Freistaat engagiere sich. "Außerdem sind unsere Kitas in einem außergewöhnlich guten Zustand. Es ist unsere Pflicht, dass die Nutznießer, in dem Fall die Eltern, in vertretbarem Maße beteiligt werden".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.11.2014
Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Händler, Dienstleister und Hauseigentümer waren am Dienstagabend zum ersten von insgesamt sechs Workshops im Rahmen der Vorbereitung des städtebaulich-landschaftsplanerischen Ideenwettbewerbs fürs Markkleeberger Zentrum in den Kleinen Lindensaal eingeladen.

19.05.2015

"Oetzsch-Gautzsch-Helau" hieß es gestern Mittag in Markkleeberg. Traditionell mit Verspätung und vom Rathaussturm in Leipzig noch geschafft, startete der Markkleeberger Carnevalclub (mcc) mit Präsidentin Ingrid Dietrich um 13.33 Uhr auf heimischem Boden in die fünfte Jahreszeit und rief bis Aschermittwoch Frohsinn zwischen Forsthaus und Autobahn, Bistumshöhe und Auenhain aus.

19.05.2015

Wanderkönig Wolfgang Flohr ist rastlos. Gerade erst von der Rennsteigwanderung zum 25. Jahrestag des Mauerfalls zurückgekehrt, stellte der Markkleeberger gestern den druckfrischen Leipziger Wanderkalender 2015 vor.

19.05.2015
Anzeige