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Markkleeberg Markkleeberg-Mitte wird 2018 eine große Baustelle
Region Markkleeberg Markkleeberg-Mitte wird 2018 eine große Baustelle
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07:00 20.10.2017
Nächstes Jahr wird es eng: Der Bahnhofsvorplatz wird neu gestaltet, der Busknoten daneben erweitert, die Friedrich-Ebert-Straße (unten) saniert und das derzeit in der Erschließung befindliche Wohngebiet Kuhle (oben rechts) bebaut. Quelle: André Kempner
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Nächstes Jahr kommt es dicke: Rund um den Bahnhof in Mitte starten gleich vier große Bauprojekte. Der Bahnhofsvorplatz wird im Zuge des Projekts Neue Mitte umgebaut, die Friedrich-Ebert-Straße ausgebaut, das Wohngebiet in der Kuhle bebaut und schließlich der Busknoten erweitert. Für letzteres hat der Stadtrat am Mittwochabend im Lindensaal insgesamt 530 000 Euro für Planung und Realisierung frei gegeben.

„Die ÖPNV-Verknüpfungsstelle wird inzwischen von sieben Buslinien angefahren. Eine Ertüchtigung ist dringend erforderlich“, begründete Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) die Investition. Der Busknoten war erst 2013 im Vorfeld der Eröffnung des City-Tunnels als zentraler Umstieg auf die S-Bahn errichtet worden. Seit der Anpassung des regionalen Busnetzes Ende 2015 wird der Busknoten weit stärker genutzt.

Geplant sei jetzt eine zusätzliche Busaufstellfläche auf der östlichen Seite, so dass vier Busse hintereinander zum Einsteigen bereitstehen können, erläuterte Schütze. Zudem sollen die Wartebereiche überdacht, der Gehweg für Rollstuhlfahrer auf 18 Zentimeter angehoben werden sowie eine elektronische Anzeigetafel, im Fachjargon dynamische Fahrgastinformation, über Fahrzeiten informieren. „Das ist alles in der 90-prozentigen Bauförderung enthalten“, betonte Schütze. Die Planung werde sogar komplett über den Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) finanziert.

Was den Stadträten, insbesondere CDU-Mann Oliver Fritzsche, Sorgen bereitet, ist die Koordination. „Wenn das nicht alles detailliert abgestimmt wird, gibt es Probleme“, warnte er und bat um Präsentation des Ablaufplanes. Voraussichtlich Ende des Jahres sei dies möglich, noch liefen Gespräche mit allen Beteiligten, erläuterte Rathauschef Schütze. Einbezogen seien die Leipziger Wasserwerke, die ab März ihre Leitungen in der Friedrich-Ebert-Straße austauschen, die Leipziger Verkehrsbetriebe, die im Vorfeld der grundhaften Straßensanierung ihre Gleise zurückbauen, der Regionalbus wegen der Umleitungen, die Deutsche Bahn wegen der Arbeiten in der Rathausstraße, das Landratsamt Borna als Genehmigungsbehörde und der ZVNL als Fördermittelgeber. „Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist eine große Herausforderung“, räumte Schütze ein.

Unter dem Motto „Was lange währt, ...“ läuft der Walgraben. Seit 15 Jahren, wie der Fraktionschef der Linken, Dieter Bormann, erinnerte, wird die Sanierung schon vorbereitet. Wie berichtet, lag der Walgraben durch den Tagebau über Jahrzehnte trocken. Nun soll es im kommunalen Abschnitt zwischen der Wiese „Kleine Aue“ und dem Niederholz in Großstädteln endlich losgehen.

Insgesamt 765 000 Euro hat der Stadtrat für Planung und Umsetzung in 2017/18 eingestellt. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich der Tagebausanierer LMBV an den Kosten beteiligt. Eine entsprechende Vereinbarung soll unterzeichnet werden. Bormann betonte, dass dem Walgraben bei der Stabilisierung des Grundwassers in Großstädteln entscheidende Bedeutung zukomme. „Es war ein komplizierter Prozess mit den Behörden, das Plangenehmigungsverfahren hat noch einmal Zeit gekostet“, so Schütze.

Von Ulrike Witt

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