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Markkleeberg Markkleeberg bekommt eine Bürgermeisterin
Region Markkleeberg Markkleeberg bekommt eine Bürgermeisterin
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00:28 20.12.2015
Eine Kulturära ist zu Ende gegangen: Die Stadt Markkleeberg hat das Westphalsche Haus geschlossen und will es verkaufen. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Weibliche Verstärkung fürs Markkleeberger Rathaus: Die Große Kreisstadt bekommt eine Bürgermeisterin. Das hat der Stadtrat am Mittwochabend in geheimer Wahl entschieden. Jana Thomas tritt zum 1. März die Nachfolge von Bürgermeister Philipp Staude an, der in den Ruhestand geht. Die 46-Jährige hat sich mit 14 zu elf Stimmen gegen FDP-Stadtrat Volker Matting durchgesetzt. Insgesamt hatten sich laut Stadt im Sommer mehr als 30 Kandidaten auf die Beigeordnetenstelle beworben.

Thomas, gebürtig aus Karl-Marx-Stadt und seit zehn Jahren in Markkleeberg zuhause, hat an der Technischen Hochschule in Leipzig Bauingenieurwesen studiert. Aktuell arbeitet sie beim sächsischen Rechnungshof, berät dort Kommunen, ist nach eigener Aussage mit Bauprozessen und der doppischen Buchführung bestens vertraut. Als Beigeordnete wird sie für den Geschäftsbereich Finanzen und das Bauamt zuständig sein, die Geschäftsführung der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft sowie die Betreuung der städtischen Tochterfirmen übernehmen. Außerdem wird sie Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) vertreten. „Ich freue mich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, gratulierte er ihr mit Blumen zur Wahl.

Und das war nicht die einzige Personalie über die der Stadtrat am Mittwochabend zu entscheiden hatte. Mit Doris Werner wurde eine neue Stadträtin aufgenommen. Sie folgt ihrer Enkelin Nele Werner, die die Fraktion Die Linke verlassen hat. Wie berichtet, ist die 21-Jährige nach Leipzig umgezogen. Ihr Ausscheiden hatte die junge Frau aber auch mit Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb der Fraktion begründet.

Vertagt wurde überraschend die Erhöhung der Eintrittspreise für Kulturveranstaltungen in Markkleeberg. Im November hatte es dazu heftige Diskussionen gegeben. Abgeordnete von CDU und Linke fühlten sich von der Stadtverwaltung überfahren. Die Vorlage wurde schließlich zurück in den Sozial- und Kulturausschuss verwiesen. Wie Rathauschef Schütze jetzt erklärte, hätten die Ausschussmitglieder um weitere Informationen gebeten. Eine Entscheidung wird es erst im neuen Jahr geben.

Für Erstaunen sorgte daher die Tatsache, dass die Stadt auf ihrer Homepage im Internet bereits die neuen Eintrittspreise fürs Weiße Haus veröffentlich hat. Kulturamtsleiter Falk Hartig begründete dies mit dem Kartenvorverkauf für die bisher im Westphalschen Haus beheimateten, ab Januar unter neuem Namen und an neuem Ort laufenden Veranstaltungsreihen „Herfurthsche Hausmusik“ und „Weißes Haus exklusiv“.

Auf Nachfrage erklärte Hartig auch, dass seine Mitarbeiter am Dienstag vom Westphalschen in das Weiße Haus im Agra-Park umgezogen seien, die bei Kunst- und Musikfreunden beliebte Villa in der Dölitzer Straße 12 nunmehr leer stehe. „Wir können uns nur ein Kulturhaus leisten“, machte Oberbürgermeister Schütze klar. Und das Weiße Haus sei mindestens so repräsentativ wie das Westphalsche Haus. Kaufinteressenten gebe es bereits mehrere.

Von Ulrike Witt

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