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Markkleeberg Markkleeberg bündelt Kräfte für Klimaschutz
Region Markkleeberg Markkleeberg bündelt Kräfte für Klimaschutz
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08:02 13.10.2018
Klimaschutz in Markkleeberg: Die Ökoschule im Agrapark nutzt zum Beispiel den eigenerzeugten Strom und deckt damit rund die Hälfte ihres Strombedarfes ab . Quelle: Kempner
Markkleeberg

Die Stadt Markkleeberg will ihre Maßnahmen zum Klimaschutz künftig bündeln und so effektiver koordinieren. Dazu wurde jetzt die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes in Auftrag gegeben. Den Zuschlag erhielt ein Ingenieurbüro aus Leipzig, das nun bis Ende kommenden Jahres den komplexen Leitfaden erstellen soll.

Das Konzept soll den Rahmen für die künftigen Anstrengungen der Stadt auf dem Gebiet des Klimaschutzes vorgeben und dabei zugleich Grundlagen für kommende Planungsentscheidungen liefern. „Es gibt in Markkleeberg bereits viele Maßnahmen und Projekte, die dem Klimaschutz dienen“, weiß Pressesprecher Daniel Kreusch. „Wir führen sie jetzt mit klaren Zielvorstellungen zusammen und machen sie dadurch kontrollierbar, nachhaltig und konkret abrechenbar.“

Quelle: Kempner

Kreusch verweist auf eine Vielzahl bereits realisierter Maßnahmen wie beispielsweise die autarke Energiegewinnung im Sportbad durch ein Blockheizkraftwerk, die umweltfreundliche Pelletheizung der Grundschule Großstädteln oder die Photovoltaik-Anlagen auf der Öko-Schule im Agrapark, der Feuerwehr Wachau sowie dem Gymnasium Markkleeberg. Auch die schrittweise Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED zähle dazu. „In diesem Jahr kamen allein bis Anfang September 141 neue LED-Lichtpunkte hinzu“, informiert Kreusch. Am Jahresende sollen es 370 sein und der Verbrauch wird damit um weitere 760 000 Kilowattstunden sinken.

„Digitale Bauherrenmappe“ informiert

Darüber hinaus liege der Fokus auch auf der Sensibilisierung und Einbeziehung der Einwohner. An dieser Stelle verweist Daniel Kreusch auf die „digitale Bauherrenmappe“. Sie sei unter anderem auf der Webseite der Stadt abrufbar, gebe Bauwilligen neben wichtigen Informationen und Anregungen auch wichtige Kontaktadressen.

Das Markkleeberger Konzept soll ein weiterer wichtiger Baustein bei der Realisierung kommunaler Ziele im Klimaschutz werden. Es umfasse insgesamt acht Schritte, die von der Analyse der Ist-Situation über die Darstellung des vorhandenen Potenzials bis hin zu einer Kommunikationsstrategie reichen. Darin enthalten sind darüber hinaus auch Punkte wie die Beteiligung der Öffentlichkeit, ein konkreter Maßnahmenkatalog und nicht zuletzt die entsprechenden Kontrollmechanismen.

Abgesehen von der globalen Bedeutung, die dem Klimaschutz weltweit zukommt, soll der Fokus des Konzeptes auf die direkten Auswirkungen solcher Maßnahmen für Stadt und ihre Umgebung gerichtet sein. „Es betrifft ja auch das Wohn-, und Arbeitsumfeld der Menschen, die in Markkleeberg und den umliegenden Ortschaften wohnen“, so Daniel Kreusch.

Betriebskosten optimieren

Die Motivation der Stadt sei daher breit gefächert. Sie umfasse den Willen zur Erschließung realistischer und kostengünstiger Wege der Treibhausgasreduzierung ebenso wie den Umwelt-, Natur- und Gewässerschutz oder die Optimierung von Betriebskosten.

Die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes für Markkleeberg war mit Kosten in Höhe von 70 000 Euro kalkuliert worden. Den Zuschlag erhielt das Angebot des Büros seecon Ingenieure über 50 000 Euro. Die Stadt verweist darauf, dass die Summe vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit Fördermitteln in Höhe von 75 Prozent bezuschusst wird. Mit dem Konzept als Baustein im Klimaschutzprogramm rechnet sich Markkleeberg zudem gute Chancen aus, mit dem European Energy Award der EU ausgezeichnet zu werden.

Von Rainer Küster

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