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"Markkleeberg hat auf Sie gewartet"

"Markkleeberg hat auf Sie gewartet"

Eigentlich sollte Bernd-Lutz Lange schon im November 2011 zur Eröffnung der neuen Stadtbibliothek kommen. Fast auf den Tag drei Jahre später ist der gefragte Leipziger Kabarettist und Autor endlich da.

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Bernd-Lutz Lange begeistert das Markkleeberger Publikum.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Rund 350 Besucher sind am Freitagabend in die ausverkaufte Aula des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums gepilgert, um Lange zu erleben und sie werden nicht enttäuscht. "Markkleeberg hat auf Sie gewartet", sagt Bibliothekschefin und Gastgeberin Antje Pfeiffer charmant zur Begrüßung.

"Ich habe noch nie eine Lesung in Markkleeberg gemacht, eigentlich unglaublich", meint Lange. Dabei verbinde er mit der Stadt nur Schönes. "Markkleeberg, dass ist Urlaub 15 Minuten von meiner Haustür in der Südvorstadt entfernt. Was gibt es Besseres, als bei einem guten Essen am Zöbigker Hafen den Sonnenuntergang über dem Cospudener See zu genießen." Früher sei er mit Frau und Sohn oft zum Waldbad Lauer geradelt. "Nee, mit Markkleeberg habe ich kein Problem", sagt Lange schmunzelnd in breitem Sächsisch, "was hier seit der Wende entstanden ist, das hätte die DDR in 100 Jahren nicht geschafft."

Ins Hildebrand-Gymnasium hat er sein neues, anlässlich des 70. Geburtstages im Academixer-Keller aufgenommenes Hörbuch "Zeitensprünge" mitgebracht, aber auch seine Klassiker "Magermilch und lange Strümpfe", Dämmerschoppen", "Ratloser Übergang" und den mit Freund Tom Pauls zusammen geschriebenen Sachsen-Reiseführer "Nischd wie hin". Er nimmt die Markkleeberger gewohnt amüsant auf eine Reise durch sein Leben mit. Szenenapplaus erntet er aber auch für nachdenkliche An- und Einsichten zum neuen, bisweilen verwirrenden Leipzig.

Nach 90 Minuten gibt es für Lange Blumen, fürs Publikum Bücher mit Widmung und den Stoßseufzer einer älteren Dame: "Hoffentlich müssen wir nicht wieder drei Jahre warten."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.11.2014
Ulrike Witt

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