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Markkleeberg Markkleeberg liegt für eine Nacht in der Karibik
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00:18 23.02.2017
Bei „Oetzsch-Gautzsch lacht in der karibischen Nacht“ mit dem Markkleeberger Carnevals Club sorgen auch die mmc-„Mamas“ für Stimmung und gute Laune. Quelle: Foto: André Kempner
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Markkleeberg

„Oetzsch-Gautzsch lacht in der karibischen Nacht“ hieß es am Samstagabend im Großen Lindensaal. Der Markkleeberger Carnevals Club (mcc) hatte zum Faschingsauftakt geladen. Und bis auf ein paar Grippe-Opfer waren die Markkleeberger in Partylaune, ließen sich mit Rastazöpfen, Bastrock, Kokosnuss-BH und Palmenhemd im Schmuddelwinter nur allzu gern an Traumstrände entführen.

„Lasst uns ordentlich feiern, damit wir wenigstens im Lutherjahr die 40 Tage Fastenzeit überstehen“, gab mcc-Präsident Arnd Förster die Marschrichtung bis Aschermittwoch vor. Didi (Kretschmer) und Coni (Geß), die wortgewandten Moderatoren, enterten die karibische Bühne stilecht im Floß. Endlich angekommen die erste kribbelige Überraschung: (Sand)Flöhe. Die gleichnamige Kindertanzgruppe eroberte die Herzen im Sturm. Auch Neptun ließ nicht lange auf sich warten, entstieg mit Gefolge, den Costelpudener Spatzen, in Netz-Shirts den Meereswellen. Sein Traumrevier hat Beach-Boy Jörg Schmidt mit der Schließung des Agra-Bades 2015 verloren, seiner Leidenschaft für den Fasching ist der Schwimmmeister treu geblieben. Als Star-Imitator hat er sich einen Namen gemacht. Ob Nana Mouskouri oder Helene Fischer – Schmidt reißt die Massen mit. Diesmal kam er als Roland Kaiser, hauchte mit Susi Wendt alias Maite Kelly „Warum hast Du nicht Nein gesagt“.

Stefan Geß redete sich in der Bütt als Pirat im Kochtopf den Frust von der Seele, arbeitete sich an den Wutbürgern, den Fans und Gegnern der roten Bullen ab. Lokalpolitisch zollte er dem Stadtrat fürs neue Sportbad, OBM Karsten Schütze für seinen Auftritt in Badehose Respekt. „Magische Hände“ wünschte er ihm für die Tieferlegung der B 2 und einen Blick für die Nöte der Markkleeberg-Besucher. „Ohne öffentliches WC wird bei der Sieben-Seen-Wanderung selbst der Stuhlgang zum Sport“, mahnte er.

Sportlich präsentierten die „Battle Boys“ Breakdance auf hohem Niveau. Das galt auch für die Sportakrobaten Vanessa Schippan und Max Hoppe vom BC Eintracht Leipzig. „Wie leicht das aussieht“, lobte eine Piratenbraut die sehenswerten Gastnummern. Aber auch die mcc-Tanzgruppen zeigten sich von ihrer besten Seite: die „Mamas“ beim Mambo, die „Schmädderlinge“ beim Limbo, die „Schrappnellen“ im Stil der italienischen Komödie „Robinson junior“.

Einmal Karibik und zurück mit dem Kreuzfahrschiff gab es im Reisebüro „Ärgertours“. Das Motto „Wir buchen, Sie fluchen“ war bei diesem Sketch Programm. Entschädigt wurden die Passagiere von Bongo-Trommlern. Mit heißen Rhythmen heizten sie die Stimmung noch mal an – kein Wunder mit Profis wie Damien und Vincent. Die Männer stammen aus dem Kongo, leben in Leipzig, spielen dort in der afrikanischen Band „Ndungu Kina“.

„Ein super Programm“, schwärmte Steffen Hoffmann, Präsident des Fördervereins Leipziger Karneval, der mit Löwin Leila da war. Für DJ Christian „Krille“ Kriegel ging es um Zehn erst richtig los. „Die Leute sind gut drauf, wollen jetzt selbst tanzen. Was Besseres kann es gar nicht geben“, meinte der Chef der KTM-Diskothek aus Leipzig. Seit 20 Jahren legt er beim mcc auf, in der karibischen Nacht natürlich auch Macarena und Lambada.

Von Ulrike Witt

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