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Markkleeberg Markkleeberg verneigt sich vor Bernd Klose
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15:58 25.04.2016
Gedenkfeier im Großen Lindensaal für Alt-OBM Bernd Klose. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Mit einer Gedenkfeier hat die Stadt Markkleeberg am Freitagabend im Beisein der Familie ihren am 30. März im Alter von 68 Jahren verstorbenen Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger, Dr. Bernd Klose, gewürdigt. Unter den Gästen im Großen Lindensaal waren Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, darunter der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), Polizeipräsident Bernd Merbitz und die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar (Grüne), Wegbegleiter, Mitarbeiter, Bürger und Freunde.

„Bernd Klose war ein Visionär für das Leipziger Neuseenland und ein Glücksfall für unsere Stadt. Er war unermüdlich, selbstlos, geradlinig und zielstrebig. Wir verneigen uns vor seiner Leistung in tiefem Respekt“, erklärte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) noch einmal. Es sei sein Wunsch, dass ein stadtbildprägender Platz nach dem Alt-Oberbürgermeister benannt werde.

Stadtrat Nikolaus Legutke erzählte, wie er Bernd Klose im neu gegründeten SPD-Ortsverein in der Wendezeit 1989/90 kennen- und in den folgenden Jahren schätzen lernte. „Er hatte klare Vorstellungen von der Stadtentwicklung. Als wir Mitte der Neunziger eine Schwimmhalle wollten, hat er gesagt, erst Wohnungen, Spielplätze, Kitas, Schulen und der Landschaftsumbau. Danach können wir noch mal reden. Jetzt wird das Sportbad gebaut“, betonte Legutke. Hanns Herbert Julitz, in den Neunzigern Büroleiter von Bernd Klose, erinnerte an den Kampf um die Selbstständigkeit Markkleebergs, an das Glück und den Jubel als das Verfassungsgericht am 18. Juni 1999 das Urteil verkündete, die Eingemeindung nach Leipzig vom Tisch war.

Philipp Staude, der als Bürgermeister 19 Jahre eng mit Bernd Klose zusammengearbeitet hat, schilderte ihn als entscheidungs- und risikofreudigen, nach außen fast distanziert wirkenden Menschen, der praktisch immer im Dienst gewesen sei. Als Beispiel führte er den Kauf von Tagebaugrundstücken an. „Alle haben damals gewarnt. Er hat uns die Planungshoheit an den Seen gesichert“, betonte Staude.

Nach der Gedenkfeier, die musikalisch vom Gemischten Chor des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums, dem Streichquartett des Leipziger Symphonieorchesters, Professor Alexander Meinel von der Neuen Leipziger Chopin-Gesellschaft und Frank-Michael Erben, 1. Konzertmeister des Gewandhausorchesters, gestaltet wurde, ging es in den Agra Park. Dort wurde der Lieblingsbaum des Verstorbenen, eine gelbe Rosskastanie, gepflanzt. Vorab hatte Rathauschef Schütze Gundel Klose noch das Kondolenzbuch der Stadt überreicht. In den vergangenen Wochen hatten viele Bürger darin ihre Trauer und Anteilnahme bekundet.

Von Ulrike Witt

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