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Markkleeberg will City-Offensive

Stadtrat Markkleeberg will City-Offensive

Daumendrücken im Rathaus: Die Stadt Markkleeberg hat gute Chancen mit dem Projekt „Kunstwinkel“ beim diesjährigen Wettbewerb „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ ganz vorn zu landen. Unter die ersten sechs von insgesamt 29 teilnehmenden Städten und Gemeinden hat es Markkleeberg schon geschafft. Die Entscheidung fällt am 11. November auf der Denkmal-Messe in Leipzig.

So farbenfroh und belebt soll der Platz „Am Kunstwinkel“ an der Ecke Rathaus-/Südstraße nach den Plänen von Anne Schmidt künftig aussehen.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Daumendrücken im Rathaus: Die Stadt Markkleeberg hat gute Chancen mit dem Projekt „Kunstwinkel“ beim diesjährigen Wettbewerb „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ ganz vorn zu landen. Unter die ersten sechs von insgesamt 29 teilnehmenden Städten und Gemeinden hat es Markkleeberg schon geschafft. Die Entscheidung fällt am 11. November auf der Denkmal-Messe in Leipzig.

„Markkleeberg hat kein historisch gewachsenes Zentrum. Damit fehlt eine identifikationsstiftende Mitte und durch den hohen Anteil zugezogener Bürger ein Wir-Gefühl. Die Kunst ist in Markkleeberg zu Hause, sie kann ein Zusammenwachsen befördern“, erklärte Anne Schmidt von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung/Stadtmarketing kürzlich den Stadträten. Schmidt ist der kreative Kopf hinter dem Projekt „Kunstwinkel“.

Die Idee: Die Markkleeberger gestalten jährlich nach einem wechselnden Motto eine Mosaikwand am Hausgiebel Rathaus-/Ecke Südstraße. Mit einem Kleinkunstmarkt wird diese Jahr für Jahr eingeweiht, alte Bilder per Auktion unters Volk gebracht. Schirmherr des Projektes ist Michael Fischer-Art. Er wird die Teilnehmer, unterstützt von Graffiti-Künstler Marc Knust und Kunstpädagogikstudenten, bei drei Workshops betreuen.

„Der neue Platz ’Am Kunstwinkel’ liegt zentral. Er soll das Stadtzentrum bereichern, Erholung und Interaktion bieten“, betonte Schmidt. Neben der Mosaikwand seien außergewöhnliche Sitzmöbel, Skulpturen, ein Urban Garden, ein Freisitz mit Gastronomie und ein WLAN-Hotspot geplant. „Alles zusammen schafft eine charmante wie innovative Atmosphäre“, warb Schmidt. Perspektivisch könne der „Kunstwinkel“ Ableger im gesamten Stadtgebiet bekommen.

Während Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) meinte „Das Projekt kann sich sehen lassen“, dämpfte CDU-Stadtrat Oliver Fritzsche die Euphorie. Er erinnerte an das vor zehn Jahren hoch gelobte, aber nie umgesetzte „Blaue Band“. Das sollte die Seen verbinden und Leute ins Zentrum, sprich die Rathausstraße locken. Auch der Fraktionsvorsitzende der Linken, Dieter Bormann, bremste angesichts der Finanzsituation der Stadt.

„Wenn wir beim City-Wettbewerb den mit 30 000 Euro dotierten ersten Platz holen, ist die Finanzierung kein Problem“, sagte Schmidt. Das Projekt werde einschließlich Alu-Trägersystem, Farben, Sitzmöbel, Begrünung und Beleuchtung des Platzes 28 550 Euro kosten. Die Vorbereitung soll 2017 beginnen, die Einweihung 2018 sein. Und sollte Markkleeberg die City-Offensive nicht gewinnen, hat Schmidt einen Plan B: „Dann suchen wir uns Sponsoren.“

Von Ulrike Witt

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