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Markkleeberg Markkleeberg zahlt für Löschwasser
Region Markkleeberg Markkleeberg zahlt für Löschwasser
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08:00 23.03.2018
Am Mittwoch tagte der Stadtrat. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Die Stadt Markkleeberg bezahlt künftig die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (LWW) für die Bereitstellung von Löschwasser als auch für die Wartung und Reparatur von Hydranten. Das beschlossen die Stadträte mehrheitlich am Mittwoch.

Die Bereitstellung von Löschwasser sei eine kommunale Pflichtaufgabe, die Finanzierung rechtlich festgeschrieben, erklärte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). „Wir haben uns in den letzten Jahren mit dem Thema beschäftigt und ein Jahr lang verhandelt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, warb er für ein positives Abstimmungsergebnis.

„Wir können die Versorgung mit Löschwasser auf ein qualitativ höheres Niveau stellen“, erklärte Schütze weiter. Über eine Löschwasser App erkenne die Freiwillige Feuerwehr, wie viel Wasser in welchen Hydranten verfügbar sei. Dass am „Tag X“ bei einem Brand die benötigte Wassermenge nicht verfügbar sei, ein Problem, dass man aus anderen Kommunen kenne, werde es in Markkleeberg nicht geben.

Derzeit stehen in Markkleeberg 1004 Hydranten. Für Reparaturen und Unterhaltung zahlt die Stadt künftig anteilig 27 269 Euro jährlich. Die Kosten für das zu Lösch- und Übungszwecken entnommene Wasser werden nicht auf die Trinkwasserkunden umgelegt, sondern separat ermittelt und mit der Stadt abgerechnet.

Dieter Bormans (Linke) Antrag auf Verschiebung der Beschlussvorlage, die seiner Meinung nach die aufgekommenen Fragen nicht schlüssig beantwortet, wurde abgelehnt. Zu unklar sei, was in den Neubaugebieten passieren würde. Mit der baulichen Entwicklung werde die Zahl der Hydranten und somit die Summe der Wartungskosten zunehmen, das sei zu erwarten, so Schütze.

Vereinsbeitritt zu RAD.SN abgelehnt

Keinen Erfolg hatte der Oberbürgermeister mit seinem Vorschlag, sich als eines der Gründungsmitglieder dem Verein RAD.SN anzuschließen, einer Arbeitsgemeinschaft sächsischer Städte und Gemeinden, die sich die Förderung des Rad- und Fußverkehrs auf die Fahnen geschrieben hat. Dabei gehe es um den Austausch von Erfahrungen bei innerstädtischen Problemlagen bis hin zur Akquise von Fördermitteln. Während Christian Funke (CDU) die Sinnhaftigkeit einer Vereinsgründung anzweifelte und anregte, die vorhandenen Ressourcen wie Arbeitskreise und Initiativen zu nutzen, verwies Schütze auf die Grenzen der AG Fahrrad.

Vertreter aller Fraktionen, der Behörden, der Polizei und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, ausgewiesene Experten rund ums Radfahren, stießen bei ihrer Arbeit in der AG an ihre Grenzen und hätten nicht für alle Probleme Lösungen parat. Die AG selbst habe einen Beitritt zum RAD.SN empfohlen.

„Wir brauchen die Kompetenz und mehr Know-How außen, um zu Ergebnissen zu kommen“, betonte Sylvia Steinke-Gräfe (SPD). Sie bat um eine engagiertere Mitarbeit, im Gegenzug sollten Kommunikation und Transparenz verbessert werden. Man bräuchte das Rad nicht neu zu erfinden, doch erhoffe man sich Synergie-Effekte, sagte Joachim Schruth (Grüne). Seine Fraktion stehe dem Vorhaben positiv gegenüber. Mit drei Enthaltungen und jeweils elf Stimmen dafür und dagegen, einem glatten Patt, wurde der Beschluss schließlich abgelehnt.

Von Gislinde Redepenning

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