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Markkleeberg Markkleeberger Carnevals Club verzückt Närrinnen und Narren
Region Markkleeberg Markkleeberger Carnevals Club verzückt Närrinnen und Narren
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00:22 08.02.2018
Auftritt der Moderatoren Conny und Didi beim Fasching mit dem Markkleeberger Carnevals Club – weiße Tiger inklusive. Quelle: Foto: André Kempner
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Markkleeberg

Verglitzert, verzockt, verglamourt und total verrockt – das war der Fasching im Großen Lindensaal Markkleeberg am Sonnabendabend. Ein Reinfall? Ein Krawall! Und was für ein fröhlicher! Kein Wunder bei dem Motto der Session: „Glitzer, Glamour, Geld verzocken – der mcc wird Las Vegas rocken“. Schon kurz nach Beginn stand fest: Die berühmteste Vergnügungsmetropole der Welt erlebt einen neuen Aufschwung. Jennifer Lopez und Co. können einpacken. Ab sofort kommen die Stars vom Markkleeberger Carnevals Club. Toll eingeschlagen haben: Die Pleiße-Stepper, die Schrapnellen, die Schmädderlinge, die Lädyknaller, die Schaumschläger, die Costelpudner Spatzen und nicht zu vergessen die Mamas und die kleinen Flöhe. Witzig drauf wie immer – das Moderatorenduo Conny und Diddi. Sogar David Copperfield war gekommen und zauberte immer neue Überraschungen hervor: Anmutige Schwanensee-Tänzer oder mitreißende Musiker. Und natürlich versprach auch die Büttenrede Spaß und Unterhaltung: „Willkommen, willkommen ihr Närrinnen und Narren“, begrüßte Arnd Förster die Besucher in dem rappelvollen Saal und schlug alsbald den Bogen von Las Vegas nach Markkleeberg. Denn was in der kargen Wüstenstadt einst begann, könne auch Markkleeberg blühen, so der 1. Vorsitzende des MCC. „Auch hier gab es Dreck am Tagebaurand, heute ist es als Neuseenland bekannt. Nur Kamele gibt es nicht in unseren Ländern, dafür haben wir Esel in den verschiedensten Ämtern. Gezockt wird immer noch in den Amtsstuben der Stadt. Wer hätte sonst die Linie der Straßenbahn gekappt? Denk ich an Markkleeberg bei Nacht, dann weiß ich nicht, was man hier macht. Forsthaus, Damhirsch, Parkgaststätte, Disco und Tanz – wie ich’s gern hätte. Alles tot, nur einer hält die Tanzkultur am Leben. Das ist unser Frank Esche, der bringt die Linde zum Leben.“

Fröhliche Feier

Doch davon wolle man sich nicht unterkriegen lassen und sich lieber ein Beispiel an der Vergnügungsmetropole nehmen: „Las Vegas ist bunt und laut und verrückt, auf dass uns der Abend genauso beglückt. Es lebe die Liebe, der Wein und die Narren, wir wollen uns heute zum Affen machen.“ Das ließen sich die Besucher im Saal natürlich nicht zweimal sagen. Mönche, Nonnen, leichte Mädchen, Sträflinge, Party-Girls, Cowboys und natürlich diverse Spielcasino-Zocker waren unterwegs. Immer aufs Neue hieß es: „Nichts geht mehr“. Doch das Beste – alle feierten fröhlich zusammen. Ja, wer wollte, konnte sogar den Bund der Ehe eingehen. Stefan, Standesbeamter auf Zeit, vereinte die ungewöhnlichen Paare.

Eheglück bis Aschermittwoch

„Mit der Vereinigung Euer beider Lebenswege in der 5. Jahreszeit erlangt Ihr den Status der Narrenfreiheit. Mit der Trauung seid ihr unzertrennlich in der Narrenzeit verbunden. Jeder Narr darf danach seiner eigenen Freiheit frönen. Behaltet nach dem Ja-Wort weiterhin eure Fröhlichkeit, Ausgelassenheit und Frohsinn für den Rest der Tage.“ Bekanntlich sei spätestens mit dem Aschermittwoch die Narrenzeit vorbei und damit auch die närrische Trauung. Doch bis dahin sei ja noch ein bisschen Zeit. Also feierte der ganze Saal die ungewöhnliche Hochzeitsfete. Immer wieder ertönte der Schlachtruf „Oetzsch, Gautzsch, Helau!“ Einige der Rufe galt auch jenen, die das ausgelassene Faschingstreiben erst möglich machten: Jene treuen Unternehmen, die den MCC seit Jahren unterstützen. Denn der Verein kommt gänzlich ohne staatliche Förderung aus. Spätestens in den frühen Morgenstunden stellten die Besucher dann verzückt fest: Die berühmteste Vergnügungsmetropole der Welt heißt ab sofort Markkleeberg. Und von wegen „Nichts geht mehr“. Keine Bange: Schon am Donnerstag steigt der Weiberfasching.

Von Ingrid Hildebrandt

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