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Markkleeberg Markkleeberger Feuerwehr funkt jetzt digital
Region Markkleeberg Markkleeberger Feuerwehr funkt jetzt digital
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07:00 08.03.2017
Das mobile Digitalfunkgerät ist abhör- und explosionssicher. Quelle: Ulrike Witt
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Markkleeberg

Die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg funkt jetzt digital. Die drei Wehren – Markkleeberg-West, Wachau und Gaschwitz – wurden in den vergangenen Monaten mit 58 Funkgeräten ausgerüstet. Elf sind auf den Einsatzfahrzeugen fest verbaut, weitere 47 mobile Handsprechgeräte an Bord.

„Wir sind die erste Feuerwehr im Landkreis Leipzig die über Digitalfunk verfügt“, erklärt Frank Zieger von der Schwerpunktfeuerwehr Markkleeberg-West zufrieden. Der 34 Jahre alte Gruppenführer, der für die SPD im Stadtrat sitzt, hat die Ausstattung und Schulung der Markkleeberger Kameraden koordiniert. Alle Aktiven hätten mindestens zweimal die Schulbank im Informatikkabinett der Oberschule gedrückt. Dort die theoretischen Grundlagen, in ihren Ortswehren bei ihren Ausbildern das praktische Handling des Digitalfunks erlernt.

„Beim Analogfunk hatte jeder sein eigenes Netz mit begrenzter Reichweite, jetzt können Behörden und Einrichtungen mit Sicherheitsaufgaben wie Feuerwehr, Katastrophenschutz, Rettungsdienst und Polizei deutschlandweit miteinander in einem Netz kommunizieren“, sagt Zieger. Technische Begrenzungen gebe es nicht mehr, allerdings sei für größere Reichweiten eine spezielle Freischaltung über die Informations- und Kommunikationsleitstelle in Leipzig – eine Art Servicehotline – erforderlich. Der Standard liege aktuell bei einem Umkreis von 50 Kilometern.

Weitere Vorteile: Der Digitalfunk ist verschlüsselt. Was in Gruppen oder auch von Kamerad zu Kamerad weitergegeben wird, bleibt intern und kann besser strukturiert werden. „Beim Löscheinsatz kann auch durch das Betätigen der Notruftaste die komplette Kommunikation in der Gruppe unterbrochen werden. Priorität hat dann zum Beispiel der Atemschutzgeräteträger“, erläutert Zieger. Gerade bei Großeinsätzen, wenn der Gemeindeverband oder gleich mehrere Feuerwehrwehren aus verschiedenen Kommunen ausrücken, sei die Strukturierung der Aufgaben per Funk ganz wichtig.

„Mit dem Digitalfunk können Ressourcen besser genutzt und gesteuert werden“, fasst Zieger die Vorteile zusammen. Bald 20 Jahre haben die Kameraden darauf warten müssen. Und auch jetzt ist noch nicht alles komplett: Noch kann die Rettungsleitstelle in Grimma nicht sehen, wo welche Einsatzfahrzeuge gerade unterwegs sind. „Das wird sich mit der Inbetriebnahme der integrierten Regionalleitstelle Leipzig im September ändern“, kündigt Zieger an. Dann könnten alle Möglichkeiten des Digitalfunks ausgeschöpft werden.

Die Umrüstung der Markkleeberger Feuerwehren hat nach Angaben der Stadt insgesamt 68 740 Euro gekostet. Darunter waren Fördermittel in Höhe von 36 895 Euro. Der Freistaat Sachsen steuerte 27 670 Euro, der Landkreis Leipzig rund 9224 Euro bei.

Von Ulrike Witt

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