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Markkleeberger Holm Kresse in Waterloo dabei

Markkleeberger Holm Kresse in Waterloo dabei

Wenn in den nächsten Tagen unweit von Brüssel Napoleon zum 200. Mal sein Waterloo erlebt, werden unter den 5000 Schaukämpfern auch einige Sachsen sein. Einer von ihnen ist Holm Kresse.

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Waterloo-Teilnehmer: Holm Kresse geht mit Strolch auf Reise.

Quelle: Jörg ter Vehn

Markkleeberg. Mit Frau Silke Schmidt, Wallach Strolch und zwei Hunden machte er sich gestern Vormittag auf die lange Reise zu den Schaugefechten.

Kresse dürfte dabei - obwohl ein Sachse - zu den Gewinnern zählen. Zu dritt würden sie als sächsische Husaren auftreten, erzählte er gestern. Geschichtlich sei das nicht ganz einfach, räumte Kresse ein, der beim Verband Jahrfeier Völkerschlacht bei Leipzig 1813 arbeitet. Bekanntlich kämpften die Sachsen an Napoleons Seite. Einige Tausend liefen zwar während der Völkerschlacht zu den Alliierten über, dennoch galten die Sachsen nach der Schlacht als besiegt, der König wurde von den Alliierten festgenommen. Die sächsischen Reiter hätten danach für die Preußen kämpfen müssen, so Kresse. "Wenn sie überhaupt noch Pferde hatten, wurden sie aber wohl nur noch als Kanonenfutter eingesetzt", erzählte er gestern.

Seinem Auftritt als Sächsischer Husar an der Seite von Thorsten Schmidt aus Liebertwolkwitz und dem Schweizer John Liebeskind, der sonst bei den Grimmer Husaren mitreitet, wird das jedoch keinen Abbruch tun. Er sei das erste Mal in Waterloo dabei, das sei Urlaub. Fast an jedem Wochenende seien sie ohnehin in Sachen Jahrfeiern unterwegs, vorige Woche hätten sie etwa den Jahrestag der Rückkehr des Sächsischen Königs aus der Gefangenschaft begangen. Kresse: "Die Geschichtsinteressierten sind eine ganz eigene Szene. Man kennt sich und man freut sich, sich wiederzusehen." Besonders teuer sei sein Hobby eigentlich auch nicht: "Essen müssen wir hier auch. Und wir schlafen im Zelt, der Platz ist beim Biwak umsonst."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.06.2015
Jörg ter Vehn

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