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Markkleeberger Hoteliers kritisieren Leitsystem

Markkleeberger Hoteliers kritisieren Leitsystem

Markkleeberg. „Freizeit und Tourismus – Kommen und genießen“ – mit diesem Slogan wirbt die Große Kreisstadt im Internet. Macht sich der Gast auf den Weg, ist vor Ort guter Rat teuer.

. Denn Markkleeberg verfügt bis heute nicht über ein modernes Verkehrsleitsystem. Leidtragende sind unter anderem die Hoteliers.

„Die Stadt macht seit 15 Jahren nichts. Statt die grünen Schilder endlich aufzuhängen, werden andere Projekte vorgeschoben oder man schweigt sich wegen irgendwelcher Befindlichkeiten aus“ schimpft Holm Retsch, Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Region Leipzig (Dehoga). Bereits 1994, damals noch als stellvertretender Direktor des Atlanta-Hotels, habe er mit Oberbürgermeister Bernd Klose (SPD) darüber gesprochen. Passiert sei nichts: „Keine der versprochenen Maßnahmen war zielführend.“

Dafür konnte Retsch Ende der 90er Jahre, inzwischen Chef des Paunsdorfer Treff-Hotels miterleben, wie die Deutsche Städte Medien GmbH (DSM) im Auftrag der Stadt Leipzig Hotels „schnell und sicher“ ausschilderte. „In der Messestadt sind Betriebe mit dem Tag ihrer Eröffnung in das Leitsystem integriert. Das verstehen wir unter Gastfreundschaft und Wirtschaftsförderung“, sagt Retsch. Er frage sich, warum das, was bundesweit mühelos gelänge, in Markkleeberg zur unüberwindlichen Hürde gerät. Zumal die DSM ein praktikables Angebot vorgelegt habe. „Unsere Mitglieder sind alle stocksauer“, so Retsch.

„Die Situation ist dramatisch. Aber das wissen wir spätestens seit der Stadtvisite 2007“, bestätigt Helmut Hinrichs, Geschäftsführer des Markkleeberger Hofs. Er gehe davon aus, dass ihm viele Kurzentschlossene verloren gehen. Erschwert werde die Situation durch die Zweiteilung der Städtelner Straße. „Wer über die Koburger Straße anreist, findet uns nicht. Anrufern geben wir schon den Tipp, die Privatstraße ins Navi einzugeben“, verrät Hinrichs.

In Wachau ist es nicht anders: „Uns gehen definitiv Gäste verloren. Schon weil die Orientierung in Markkleeberg mit der Trennung in Ost und West komplizierter als anderswo ist“, meint der jetzige Direktor des Atlanta-Hotels Thomas Moors. Um das „Trauerspiel“ zu umgehen, hat er 60 Schilder in Leipzig und Umgebung auf eigene Rechnung aufstellen lassen. „Markkleeberg will sich als große Stadt verstanden wissen, nur agiert sie nicht so“, meint Moors. Einen Kilometer weiter, im Seepark Auenhain, bangt Torsten Meier nicht nur um Übernachtungsgäste. „Unsere Adresse, Am Feriendorf 2, stellt selbst für Rettungsfahrzeuge ein Problem dar.“

Im Rathaus begründet Tourismus-Mitarbeiterin Anne Walter das Ganze mit der Suche nach einer für alle Beteiligten gerechten Kostenstruktur: „Schließlich muss zum Beispiel geklärt werden, wem die Pfosten gehören und wer bei Diebstahl oder Beschädigung haftet.“

Für Hinrichs, Moors und Meier unverständlich: „Wir wollen doch zahlen. Gar keine Frage.“ Und Retsch, der verweist mal wieder auf die DSM. Dort kostet die Ausschilderung für jedes der 31 Leipziger Hotels monatlich 21 Euro, hinzukommen sogenannte einmalige Handlingskosten, wie Steffen Jantz, Niederlassungsleiter der Ströer Deutsche Städte Medien informierte.

Ulrike Witt

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