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Markkleeberger Konzertreihe als besinnliche Alternative zum Strandleben

Orgel im Mittelpunkt Markkleeberger Konzertreihe als besinnliche Alternative zum Strandleben

Wer im Sommer abkühlen und entspannen möchte, muss nicht unbedingt in den Cospudener See abtauchen. Ganz in der Nähe bietet die Martin-Luther-Kirche in Gautzsch seit nunmehr 14 Jahren von Pfingsten bis Erntedank eine Alternative – die Konzertreihe „SonnAbendMusik am See“.

In der Martin-Luther-Kirche in Markkleeberg bestreiten namhafte Musiker, wie hier am Sonnabend Jihoon Song, die Konzerte an der Orgel.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Wer im Sommer abkühlen und entspannen möchte, muss nicht unbedingt in den Cospudener See abtauchen. Ganz in der Nähe bietet die Martin-Luther-Kirche in Gautzsch seit nunmehr 14 Jahren von Pfingsten bis Erntedank eine Alternative – die Konzertreihe „SonnAbendMusik am See“.

„Der Strand macht uns natürlich Konkurrenz, aber eigentlich kann man beides ganz wunderbar miteinander verbinden“, sagt Pfarrer Arndt Haubold. Im Jahr 2003 sei die Idee entstanden, am Wochenende Konzerte für Touristen und Einheimische anzubieten. „Früher stand unsere Kirche am Rand des Tagebaus, nun rückte sie immer mehr ins touristische Zentrum. Das wollten wir nutzen“, erklärt der Pfarrer.

Inzwischen hat es 120 „SonnAbendMusiken am See“ mit nationalen und internationalen Künstlern, darunter aus den USA, Schweden und Ägypten gegeben. Etwa 9000 Besucher erlebten unvergessliche Stunden, wie das Gästebuch belegt. Verändert hat sich in den Jahren die Zahl der Konzerte. „Früher hatten wir bis zu 14 pro Saison und haben eine Pause während der Ferien gemacht. Jetzt laden wir bewusst in der Urlaubszeit ein, weil dann viele Touristen in Markkleeberg sind. Und es wäre doch schade, wenn wir darauf nicht reagieren würden“, meint Haubold.

Dieses Jahr sind acht Konzerte geplant: alle auf der 2014 geweihten Fischer- und Krämer-Orgel. „Wir möchten das neue Instrument einer breiten Öffentlichkeit vorstellen“, sagt der Pfarrer. Und das lockt namhafte Musiker zur „Königin der Instrumente“. So spielte am Samstagabend der diesjährige Bach-Preisträger im Fach Orgel und Röthaer Kantor, Jihoon Song, Werke von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Gottfried Müthel, Max Reger und Noel Rawsthorne. Zu Gast war im Juni auch schon Martin Schmeding, der Kantor an der Dresdner Kreuzkirche war und einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Leipzig hat.

Bereichert wird die Konzertreihe auch durch Künstler aus Markkleeberg. „Wir sind eine Musikerstadt. Hier leben so viele hervorragende Leute, einige sind sogar in unserer Gemeinde“, sagt Haubold stolz. Darunter seien der Rektor der Musikhochschule Leipzig, Professor Martin Kürschner, die Musikerfamilie Niebuhr und Professor Dietmar Hallmann. Aber auch Familie Dreßler, die am 3. September als Streichquartett und auf der Orgel musizieren wird und Professor Thomas Hauschild, der am 1. Oktober Musik für Horn und Orgel zum Klingen bringt.

Die nächste „SonnAbendMusik am See“ steht übrigens am 27. August an, dann mit Kirchenmusikdirektorin Martina Apitz aus Köthen an der Orgel. Ein Highlight dürfte am 17. September auch das „Max Reger spezial“ mit dem Thüringisch Akademischen Singkreis und Ex-Gewandhausorganist Matthias Eisenberg werden.

Doch nicht nur Musik wird am Samstagabend in der Barockkirche am Kees‘schen Park gespielt. „Wir haben die Reihe von Anfang an mit Wort und Bild verbunden. Die Besucher sollen bei uns ein Erlebnis für alle Sinne bekommen“, sagt Haubold. Es gab Lesungen und jedes Jahr eine neue Ausstellung. Die aktuelle heißt „Veränderungen“ (die LVZ berichtete). Präsentiert werden Werke von drei Markkleeberger Künstlern - den Malerinnen Petra Klausnitzer und Ursula Bückner sowie Fotograf Werner Sroka. Geöffnet ist die Schau schon zwei Stunden vor Konzertbeginn ab 16 Uhr.

2017 feiert die Martin-Luther-Kirchgemeinde übrigens das 300-jährige Bestehen ihres Gotteshauses. Zugunsten des Jubiläumsprogramms werde die „SonnAbendMusik am See“ dann etwas kleiner ausfallen, kündigt Haubold an. Dafür könnten sich Musikfreunde auf ein besonderes Schmeckerchen freuen. „Wir planen Händels Wassermusik als Open air in Seenähe aufzuführen“, verrät er.

Von Ulrike Witt

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