Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Markkleeberger Schüler reisen mit Zeitzeugen nach Theresienstadt
Region Markkleeberg Markkleeberger Schüler reisen mit Zeitzeugen nach Theresienstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:56 06.07.2016
Spurensuche in der Gedenkstätte Theresienstadt: Rolf Isaacsohn (rechts) erklärt den Markkleeberger Gymnasiasten, wie die Deportierten im Ghetto leben mussten. Quelle: Privat
Anzeige
Markkleeberg

Lokale Geschichte für Jugendliche erlebbar machen, dieser Aufgabe hat sich Geschichtslehrer Dr. Carsten Müller am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium verschrieben. Mit 20 Schülern der neunten, zehnten und elften Klassen, alle Mitglieder der AG Spurensuche, war er jetzt in der Gedenkstätte Theresienstadt.

Ihr Ziel: Sie wollten mehr über das Schicksal des Markkleeberger Juden Alexander Eisenberg erfahren. Der fast taube Fotograf war am 14. Februar 1945 mit dem letzten Deportationszug vom Leipziger Hauptbahnhof aus in das Ghetto Theresienstadt gebracht worden. Elf Tage später verstarb dort der 56-Jährige, dessen letzte offizielle Adresse Am Wolfswinkel 14 lautete. Begleitet wurde die Schülergruppe nach Theresienstadt von Rolf Isaacsohn, dem letzten Leipziger Überlebenden dieses Transportes.

„Für Schüler wird Geschichte konkret, wenn sie einen lokalen Bezug herstellen können. Wenn das Haus in dem jemand gelebt hat, an ihrem Schulweg liegt. Noch emotionaler wird es, wenn sie mit Zeitzeugen wie Rolf Isaacsohn sprechen können“, erklärt Müller. Auch wenn sich der heute über Achtzigjährige Rolf Isaacsohn nicht an Alexander Eisenberg erinnern könne, habe er den Schülern bei der fünfstündigen Führung in Theresienstadt ein authentisches Bild von der Situation der Deportierten im Ghetto gezeichnet.

Wie berichtet, wollen die Gymnasiasten acht Stolpersteine für ermordete Juden und Widerstandskämpfer setzen, darunter für Alexander Eisenberg. Erst Anfang Juni war die AG Spurensuche in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee gewesen, um das Schicksal der Ende 1944 von den Nazis hingerichteten Helene Knothe zu erforschen.

Von Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit März baut Mitnetz Strom im Umspannwerk Markkleeberg um. Die 50 000 Kunden der Station in Markkleeberg, Großpösna, Liebertwolkwitz, Böhlen, Rötha, in Belantis und in Teilen von Zwenkau dürften von den Eingriffen ins Hoch- und Mittelspannungsnetz kaum etwas mitbekommen haben. Mit Absicht.

05.07.2016

„Veränderungen“ ist die neue, inzwischen 14. Sommerausstellung in der Martin-Luther-Kirche in Markkleeberg-West überschrieben. Ein Titel, der Spiel- und Interpretationsraum für die Untermalung der traditionellen „SonnAbendMusiken“ in der Gautzscher Barockkirche lässt.

05.07.2016

Sport, Spiel und Spaß im Sand, auf dem Strand und im Wasser lockten am Samstag vor allem regenfeste Gäste an den Zwenkauer See. Der Wettergott meinte es nicht gut mit den Veranstaltern des Landkreises Leipzig, der mit dem Kreissportbund und der Emir Entertainment unter dem Motto Aktivtag ein buntes Programm auf die Beine gestellt hatte.

04.07.2016
Anzeige