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Markkleeberger Schüler reisen mit Zeitzeugen nach Theresienstadt

Spurensuche Markkleeberger Schüler reisen mit Zeitzeugen nach Theresienstadt

Lokale Geschichte für Jugendliche erlebbar machen, dieser Aufgabe hat sich Geschichtslehrer Dr. Carsten Müller am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium verschrieben. Mit 20 Schülern der neunten, zehnten und elften Klassen, alle Mitglieder der AG Spurensuche, war er jetzt in der Gedenkstätte Theresienstadt.

Spurensuche in der Gedenkstätte Theresienstadt: Rolf Isaacsohn (rechts) erklärt den Markkleeberger Gymnasiasten, wie die Deportierten im Ghetto leben mussten.

Quelle: Privat

Markkleeberg. Lokale Geschichte für Jugendliche erlebbar machen, dieser Aufgabe hat sich Geschichtslehrer Dr. Carsten Müller am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium verschrieben. Mit 20 Schülern der neunten, zehnten und elften Klassen, alle Mitglieder der AG Spurensuche, war er jetzt in der Gedenkstätte Theresienstadt.

Ihr Ziel: Sie wollten mehr über das Schicksal des Markkleeberger Juden Alexander Eisenberg erfahren. Der fast taube Fotograf war am 14. Februar 1945 mit dem letzten Deportationszug vom Leipziger Hauptbahnhof aus in das Ghetto Theresienstadt gebracht worden. Elf Tage später verstarb dort der 56-Jährige, dessen letzte offizielle Adresse Am Wolfswinkel 14 lautete. Begleitet wurde die Schülergruppe nach Theresienstadt von Rolf Isaacsohn, dem letzten Leipziger Überlebenden dieses Transportes.

„Für Schüler wird Geschichte konkret, wenn sie einen lokalen Bezug herstellen können. Wenn das Haus in dem jemand gelebt hat, an ihrem Schulweg liegt. Noch emotionaler wird es, wenn sie mit Zeitzeugen wie Rolf Isaacsohn sprechen können“, erklärt Müller. Auch wenn sich der heute über Achtzigjährige Rolf Isaacsohn nicht an Alexander Eisenberg erinnern könne, habe er den Schülern bei der fünfstündigen Führung in Theresienstadt ein authentisches Bild von der Situation der Deportierten im Ghetto gezeichnet.

Wie berichtet, wollen die Gymnasiasten acht Stolpersteine für ermordete Juden und Widerstandskämpfer setzen, darunter für Alexander Eisenberg. Erst Anfang Juni war die AG Spurensuche in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee gewesen, um das Schicksal der Ende 1944 von den Nazis hingerichteten Helene Knothe zu erforschen.

Von Ulrike Witt

Markkleeberg Mehringstraße 8 51.27844 12.35303
Markkleeberg Mehringstraße 8
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