Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Markkleeberger See: Pläne für großes Schiff offen gelegt
Region Markkleeberg Markkleeberger See: Pläne für großes Schiff offen gelegt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:20 19.05.2015
Zwei Decks plus Sonnenterrasse: So soll das neue Schiff aussehen. Quelle: Personenschifffahrt im Leipziger Neuseenland

Im Internet hat der Reeder bereits eine Skizze vom knapp 42 Meter langen und 8,60 Meter breiten Schiff veröffentlicht.

"Ein Drittel des Schiffes ist bereits fertig", erklärte Meyer gestern. Zum Ende des Winters oder Anfang des Frühjahrs solle das Schiff per Tieflader nach Markkleeberg kommen. Dort werde dann das separat gebaute Oberdeck auf Rumpf und Hauptdeck geschweißt, der Innenausbau zu Ende gebracht, so Meyer.

Laut Werft-Beschreibung soll das Boot Platz bieten für bis zu 400 Passagiere, 270 davon in unterschiedlichen Salongrößen auf dem Haupt- und dem Mitteldeck, 130 auf dem Sonnendeck. Clou an Bord ist ein Aufzug zwischen Haupt- und Mitteldeck und wie schon bei der MS Wachau der behindertengerechte Zustieg über eine Bugklappe. Das Schiff sei nach dem neuesten Stand der Technik gebaut und erfülle wie sein Vorgänger die hohen Anforderungen im Umweltbereich des Leipziger Neuseenlandes, ist sich Meyer sicher.

Im Landratsamt hat Meyer derweil die wasserrechtliche Genehmigung beantragt. Sprecherin Brigitte Laux äußerte sich gestern nicht zum Ausgang des Verfahrens. Die Anhörung laufe noch, sagte sie.

"Unverständlich" sei für ihn die erste Ablehnung gegen das große Fahrgastschiff gewesen, so Meyer gestern. Er erfülle doch nur Verträge mit Markkleeberg und Großpösna. Markkleeberger bestätigte das gestern. Wie berichtet, hatten in der Großen Kreisstadt einzelne Anwohner kritisiert, die Infrastruktur gebe so viele Gästebewegungen gar nicht her. Bürgermeister Philipp Staude erklärte darauf im jüngsten Stadtrat, es gebe genügend Autostellplätze an der Seepromenade und in Auenhain. Am letzteren Ort sei vorrangig die Anbindung der Reisebusse geplant, hieß es gestern.

Meyer erläuterte, bei schönem Wetter sei das Sonnendeck voll, bei schlechtem Wetter seien es die unteren Decks. Dass alle Plätze belegt seien, komme erfahrungsgemäß nicht vor, die Hälfte sei eher die Norm. "Und von denen kommt pro Halt ein Drittel und geht ein Drittel", erläuterte er. Ein Schiff mit nur 130 Plätzen, davon 60 auf dem Sonnendeck wie die MS Wachau, rechne sich wirtschaftlich eigentlich nicht. Sobald ein Bus voller Gäste an Bord sei, müssten schon andere Ausflugswillige an Land gelassen werden. Das sei nicht Ziel der Schifffahrt.

Das neue Boot starte 2014 am Markkleeberger See, so Meyer. Es könne aber umgesetzt werden, wenn sich auf dem Störmthaler See größerer Bedarf entwickelt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.11.2013
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Großpösna. Mit einem leichten Besucherminus, aber viel Optimismus und neuen Ideen für 2014 ist auf der Magdeborner Halbinsel die diesjährige Tourismussaison abgeschlossen worden.

19.05.2015

Sie sind zwischen Ende 20 und Ende 30, Pädagogen, Mathematiker, Musiker und Informatiker. Was sie eint, ist der Wille, gemeinschaftlich nach sozialen und ökologischen Gesichtspunkten zu leben.

19.05.2015

Großpösna. Von der Red Bull Arena an den Störmthaler See: Alicia Mellado wird künftig das Ferienresort Lagovida leiten. Die gebürtige Spanierin, die seit 1995 in Leipzig lebt, organisierte bis vorige Woche noch die Gastronomie in der Red Bull Arena, bringt zudem viel Erfahrung im Eventmanagement mit.

19.05.2015
Anzeige