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Markkleeberg Markkleeberger See ist voller Maränen
Region Markkleeberg Markkleeberger See ist voller Maränen
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00:32 23.09.2015
Fischer Jürgen Etzold zeigt den Besuchern beim Fischerfest am Markkleeberger See in Markkleeberg einen großen Spiegelkarpfen.. Quelle: Foto: André Kempner
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Markkleeberg

Wenn der Duft von geräuchertem und gebackenem Fisch in der Luft liegt, Musiker mit Schifferklavier und Santiano-Sound für Waterkant-Stimmung sorgen, Hechte und Maränen ins Netz gehen, dann ist Fischerfest am Markkleeberger See. Bereits zum zehnten Mal wurde die beliebte Veranstaltung von der Wermsdorfer Fisch GmbH und dem Anglerverband Leipzig organisiert. Und auch am vergangenen Wochenende zog es wieder Tausende an die Uferpromenade, wo ein buntes Angebot rund um die Welt der Schuppentiere auf die Besucher wartete.

Mit jeder Menge Spiele und Wissenstests machte der Angelverband Leipzig und der Markkleeberger Angelverein „Oetzsch 74-90“ die jüngsten Gäste mit einheimischen Fischarten bekannt. Kaum wegzubekommen vom Angelbecken war Benluca (5). „Er ist ja so geduldig, steht schon eine halbe Stunde hier und angelt“, lacht Mama Sindy Bernhard. Auch wenn die Wasserbewohner nur aus Pappe waren – der kleine Markkleeberger ist auf den Geschmack gekommen. Sein Entschluss steht fest: Er möchte Angler werden. Da wird er sich wohl weiter gedulden müssen: „Kinder unter neun Jahren dürfen keine eigene Angel haben; sondern nur die des erwachsenen Begleiters auswerfen“, erklärte Matthias Kopp vom Leipziger Anglerverband. Kein Problem für Benluca: Am Wochenende war ja schon Mal genügend Zeit Fische und deren Lebensraum kennenzulernen. Wissensdurstig waren auch die erwachsenen Besucher: „Hauptbewohner im Markkleeberger See sind die großen und kleinen Maränen. Die kleinen vermehren sich selbst, die großen werden nachgesetzt. Jährlich sind das zwischen 150 und 200 000 Brütlinge“, erläuterte Matthias Kopp. „Sie kommen aus dem Kellersee bei Kiel, wachsen hier schnell und können bis 70 Zentimeter groß werden.“

Schnell wachsen auch die Aale, die ebenfalls in dem Süßwassersee ausgesetzt werden; seien sie fett genug, wandern sie über einen schmalen Abfluss in die Pleiße und gelangen über Elster, Saale und Elbe in die Nordsee. Ob Aale oder Maränen – beim Schaufischen konnten die Wassertiere ausgiebig bewundert werden. Hier war Berufsfischer Jürgen Etzold in seinem Element, der die im See eingebrachten Stellnetze einholte. Während es bei den Fischern eher ruhig zuging, hieß es etliche Meter weiter „Tempo Tempo, schneller, schneller“: Markkleeberg trat beim Städtewettbewerb von enviaM und Mitgas zum zwölften mal in die Pedale. Je ein Erwachsenen- und ein Kinderfahrrad standen an der Seepromenade bereit, auf denen es galt, so viele Kilometer wie möglich zu erstrampeln. Ganze sechs Stunden legten sich die Markleeberger ins Zeug, um im sportlichen Wettstreit mit insgesamt 25 anderen Orten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg möglichst gut abzuschneiden. „Der Städtewettbewerb und das Fischerfest – das passt seit vielen Jahren sehr gut zusammen“, sagte Oberbürgermeister Karsten Schütze. „Für die Vereine und Schulen ist es immer ein Highlight mitzumachen und sich für ein karitatives Projekt zu engagieren.“

Von Ingrid Hildebrandt

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