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Markkleeberger Skispringen auf der Kippe

Markkleeberger Skispringen auf der Kippe

Markkleeberg. Das 5. Markkleeberger Skispringen Anfang Februar nächsten Jahres steht auf der Kippe. Grund: Der bisherige Hauptsponsor, ein Autohaus, hat eine neue Führung, setzt die Zusammenarbeit nicht mehr fort.

Und ein neuer Sponsor ist noch nicht gefunden.

Dabei drängt die Zeit. "Bis Ende November müssen wir eigentlich wissen, wie es weitergeht", so Henrik Wahlstadt von den Sportfreunden Neuseenland. Schließlich müsse dann das ganze Event noch organisiert werden.

Wie schwungvoll und liebenswert-skurril die Veranstaltung am "Berg" in Auenhain ist, das konnten im Februar bei der vierten Auflage knapp 9000 Zuschauer erleben. 42 Springer nahmen an den Wintersport-Übungen teil, die in Szenekreisen längst Kult-Status erreicht haben. "Die Resonanz ist beeindruckend, wir sind immer wieder überrascht, wie viele Leute kommen und sich auch selbst von der Schanze stürzen", so Wahlstadt.

Das Skispringen sei ein echter Publikumsmagnet geworden, ein Event für die ganze Familie. "Eintrittsgelder kommen daher für uns nicht in Frage", so der Vereinschef. "Es wäre einfach toll, wenn wir noch Sponsoren für die Anmietung der Schneekanone finden und so eine schöne Tradition fortsetzen können", sagte er.

Es gehe um gerade mal 3000 Euro. Rund eine Woche könne die Schneekanone dafür angemietet werden. "Im Preis ist sogar noch ein Radiospot mit Werbung für den Sponsor enthalten", so Wahlstadt.

Parallel zur Suche nach dem einen "Großen" haben die Sportfreunde auch angefangen, über das so genannte "Crowdfunding" viele kleine Geldgeber zu finden. Über die Plattform www.visionbakery.com könnten alle Unterstützer nach eigenem Ermessen ihren persönlichen Anteil zum Erhalt der Veranstaltung beitragen, erzählte er. Gestern Vormittag sei der Hilferuf "online" gegangen, "und kurz darauf hatte schon jemand zehn Euro gespendet", freute sich Wahlstadt auf Nachahmer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.11.2013
Jörg ter Vehn

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