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Markkleeberg Markkleeberger Stadtrat sagt Ja zum Verkehrskonzept Zöbigker Hafen
Region Markkleeberg Markkleeberger Stadtrat sagt Ja zum Verkehrskonzept Zöbigker Hafen
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13:28 22.04.2016
So sieht der Plan für die neuen Stellplätze am Hafen des Cospudener Sees in Zöbigker aus.   Quelle: Stadt Markkleeberg
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Markkleeberg

 Der Stadtrat hat am Mittwochabend grünes Licht für das neue Verkehrskonzept am Zöbigker Hafen gegeben. Die Eckpunkte, darunter der Ausbau des Waldparkplatzes, fließen in den B-Plan „An der Hafenstraße“ ein.

Die große Überraschung: Es gab keine Diskussion im Stadtrat. Nicht mal die Grünen meldeten sich zu Wort. Dabei bot das Thema genügend Sprengstoff. Immerhin muss ein Stück Neue Harth geopfert werden. Die Erklärung lieferte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD), der allen Fraktionen für die konstruktiven Gespräche im Vorfeld dankte: „Das Konzept ist ein gutes Beispiel: Wenn wir gemeinsam zielgerichtet nach Lösungen suchen, finden wir die auch.“

Wie berichtet, hatte der Stadtrat im Februar und März hinter verschlossenen Türen verschiedene Varianten diskutiert. Basis war die Verkehrsuntersuchung Zöbigker Winkel vom vergangenen Jahr. Die Vorzugsvariante 4 sieht nun folgende 14 Eckpunkte vor:

Im Kreuzungsbereich Koburger-/Hafenstraße soll ein Kreisverkehr gebaut, darüber die Parkplätze angebunden werden. Der Waldparkplatz wird um 350 Stellplätze erweitert. Aktuell sind es 190. Die Hafenstraße wird entgegen früherer Überlegungen nicht auf voller Länge verbreitert, sondern nur punktuell mit Ausweichstellen für Busse. Am Ende der Hafenstraße soll eine Wendeschleife für Linien- und Reisebusse errichtet werden. Die Wendemöglichkeit für Fahrzeuge bis zehn Meter vor der Hafenzufahrt bleibt erhalten. Es soll getrennte Halteplätze für Linien- und Reisebusse geben – ausschließlich zum Ein- und Aussteigen. Am oberen Parkplatz werden vier Stellplätze für Reisebusse angelegt. Um Unfälle zu vermeiden, wird der Uferrundweg verlagert, kreuzt nicht mehr die Hafenstraße.

Der Hafen soll nicht von der Hafenstraße abgekoppelt werden, eine Zufahrt für alle möglich sein. Die Zahl der Stellplätze im Hafen wird auf 100 begrenzt, die Zahl auf dem Damm dafür um 38 reduziert. Vor der Einfahrt in den Kreisverkehr werden Autofahrer künftig in der Koburger Straße über eine dynamische Auslastungsanzeige über die aktuelle Parkkapazität im Hafen informiert. Es soll keine Zufahrt vom Waldparkplatz zum Hafen, damit auch keine Kreuzung des Uferrundweges geben. Vom Waldparkplatz kommen Besucher fußläufig direkt zum Hafen. Die Fahrradstellplätze werden vom Pier 1-Weg an die Nordostseite des Uferrundweges verlegt. Des Weiteren soll zwischen Hafenstraße und Waldparkplatz ein Lärmschutzwall errichtet werden.

Der Beschluss, der mit 19 Ja- und zwei Nein-Stimmen (Grüne) bei zwei Enthaltungen gefasst wurde, sei Handlungsauftrag für die Stadt im B-Planverfahren, sagte Schütze und betonte: „Im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung können sich die Markkleeberger natürlich auch noch äußern.“ Voraussichtlich werde dies spätestens 2017 sein.

Auf Nachfrage von FDP-Stadtrat Volker Matting versicherte Schütze noch, dass unabhängig vom B-Plan weiter an der Optimierung der Verkehrssituation am Cospudener See gearbeitet werde. So sollen Parkplätze besser ausgeschildert, Radabstellanlagen gebaut und auf dem Rundweg mit einer Markierung zu Rücksichtnahme aufgefordert werden.

Von Ulrike Witt

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