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Markkleeberger können unter den Bahnbrücken blaues Wunder erleben

Moderne Lichtinstallation Markkleeberger können unter den Bahnbrücken blaues Wunder erleben

Die drei modernen Eisenbahnbrücken in der Breitscheid-, der Rathaus- und der Zöbigkerstraße fallen neuerdings nachts durch blaue Leuchtstreifen auf. Eine Idee, die im Markkleeberger Rathaus geboren wurde. Es ist nicht die einzige.

Stylish: Unter den drei neuen Bahnbrücken erstrahlt es jetzt in einem kühlen Blau.

Quelle: Andre Kempner

Markkleeberg. Die drei modernen Eisenbahnbrücken in der Breitscheid-, der Rathaus- und der Zöbigkerstraße fallen neuerdings nachts durch blaue Leuchtstreifen auf. Es ist nicht die einzige Idee, die im Markkleeberger Rathaus geboren wurde.

„Die alten Brücken waren früher dunkle Löcher im Stadtbild, die nicht gerade ein Gefühl von Sicherheit vermittelten“, erklärt Thomas Kaplinski vom Tiefbauamt. Die Voraussetzungen, dies zu ändern, schienen im Zuge des Ausbaus des mitteldeutschen S-Bahnnetzes und dem Neubau der drei Brücken zwischen 2010 und 2012 günstig. Nichtsdestotrotz sei das Genehmigungsverfahren bei der Deutschen Bahn langwierig gewesen.

„Wir haben es geschafft, während der Baumaßnahmen Leerrohre in die Brückenkörper einzubringen, so dass wir jetzt eine attraktive Beleuchtungslösung realisieren konnten, ohne die Fußwege wieder aufzureißen“, berichtet Kaplinski. Parallel sei die Straßenbeleuchtung im Umfeld der Brücken auf innovative LED-Technik umgestellt worden. Rund 43 000 Euro hat die Stadt dafür im vergangenen Jahr investiert.

Der Stadtbeleuchter hat in seiner Steuerzentrale im Technischen Rathaus zudem einen neuen Rechner. „Markkleeberg wächst und damit auch die Straßenbeleuchtung. Inzwischen haben wir 3610 Leuchtpunkte und 56 Zählerschränke im Stadtgebiet und es kommen jedes Jahr vier bis fünf Schränke dazu“, erläutert der Fachmann. Stolz fügt er hinzu. „Und wir sind vergangenes Jahr trotzdem wieder unter einer Million Kilowattstunden geblieben.“

Auch für 2016 hat Kaplinski Maßnahmen zur Senkung der Energie- und Wartungskosten geplant. „Die Straßenbeleuchtung in der Hauptstraße wird zwischen Großdeuben und Seenallee komplett auf LED umgestellt. Das sind 80 Lichtpunkte. „Die Energieeinsparung liegt bei 50 bis 60 Prozent“, verspricht er. Im Haushalt seien für die Umrüstung 55 000 Euro eingestellt. Sehr wahrscheinlich werde die Sächsische Energieagentur Saena das Projekt aber fördern.

Auf Hochtouren läuft die Planung für die Beleuchtung der im Bau befindlichen Brücke über die B 2 - die kurze Verbindung zwischen Gaschwitz und Markkleeberger See - und die angrenzenden Straßen. „Das wird ein Highlight. Wir werden die Pylone richtig schön in Szene setzen“, macht Kaplinski neugierig.

Außerdem stünden in diesem Jahr kleinere Maßnahmen bei der Wartung und beim Leuchtmitteltausch an. In Betrieb gehen soll die Fernablesung im Rathaus, Die Software wurde 2015 entwickelt und mit 5000 Euro aus dem Energieeffizienzfonds-Kommune der EnviaM gefördert.

Wütend wird Kaplinski beim Thema Vandalismus: „Auf der einen Seite suchen wir überall nach Einsparpotenzialen, auf der anderen Seite müssen wir jährlich bis zu 20 000 Euro für die Beseitigung von Vandalismusschäden ausgeben.“ Regelmäßig zerstört würden die Einbaustrahler an der Seepromenade Markkleeberg-Ost, die Pollerleuchten an der Mönchereibrücke und die Leuchten am Kaiserweg.

Ein weiteres Ärgernis seien umgefahrene Lichtmasten, die Verursacher begingen meist Fahrerflucht. Ein Schwerpunkt sei aktuell die Zarnester Straße, wo gerade ein neues Wohngebiet entsteht. „Zwischen 40 und 50 Fälle haben wir inzwischen jedes Jahr“, sagt Kaplinski. Auch wenn die Stadt Anzeige erstatte, bleibe sie meist auf den Kosten sitzen.

Von Ulrike Witt

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