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Markkleeberg Markkleebergerin betreut Tiere, wenn Besitzer im Urlaub oder verhindert sind
Region Markkleeberg Markkleebergerin betreut Tiere, wenn Besitzer im Urlaub oder verhindert sind
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20:17 25.10.2009
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Markkleeberg

, wenn Frauchen und Herrchen in Urlaub fahren oder das Gassigehen wegen Krankheit auszufallen droht? Tierbesitzer aus Markkleeberg und Umgebung können in solchen Fällen aufatmen. Die Retterin in der Not heißt Sabine Seidowsky.

Seit September 2008 betreibt die 46-Jährige eine mobile Tierbetreuung. „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt die Diplom-Ingenieur-Ökonomin. Schon als Kind hat die gebürtige Eisenhüttenstädterin ihre Ferien am liebsten beim Onkel in einem Dorf bei Potsdam verbracht. „Dort gab es jede Menge Vierbeiner“, erinnert sie sich. Ganz anders als zu Hause, wo höchstens ein Wellensittich Platz hatte.

Nach dem Studium ging sie jedoch erst mal einen ganz anderen Weg. Arbeitete bei der Wama – Wasseraufbereitungsanlagen Markkleeberg – als Einkäuferin, später bei deren Rechtsnachfolger Wabag. Was blieb, war Seidowskys Tierliebe. Als die Zukunft des inzwischen in Zwenkau ansässigen Unternehmens fraglich wurde, rieten ihr Kollegen „Mach doch ein Hundehotel auf“. „Damals habe ich das noch als Spaß angesehen“, gesteht sie. Vergangenes Jahr, als ein neuer Arbeitgeber zwar gefunden war, die Unzufriedenheit mit der beruflichen Situation indes unaufhaltsam wuchs, ging die sportliche Frau das Thema Selbstständigkeit schließlich an – mit Unterstützung von Ehemann und Sohn Felix – und einem anderen Konzept.

„Für eine Tierpension ist unser Haus eigentlich nicht ausgelegt. Außerdem wollte ich meine Pfleglinge lieber in ihrer vertrauten Umgebung versorgen“, erzählt Seidowsky. Doch da spielten die Tierbesitzer nicht immer mit. „Der Bedarf hat gezeigt, dass viele Familienanschluss für ihre Hausgenossen wünschen“, so Seidowsky, die immer häufiger „Pensionsgäste“ im Ligusterring beherbergt. So wie derzeit die zweijährige Sheila aus Großpösna und die fünfjährige Abby aus Markkleeberg – blonde, temperamentvolle Labrador-Mädchen.

An „Kunden“ mangelte es ihr aber von Anfang an nicht. Katzen, Kaninchen, Vögel und Echsen gehören längst zu ihren Zöglingen. Deren Besitzer kommen „vor allem Dank Mundpropaganda“ aus dem gesamten nördlichen Landkreis, und selbst ins sachsen-anhaltische Ermlitz bei Schkeuditz ist sie schon gefahren, um Exoten pünktlich ihr Futter zu reichen. Mitunter bleibt es aber nicht dabei. „Wenn es gewünscht wird, nehme ich auch Tierarzttermine wahr, gehe zum Hundefriseur, hole die Post aus dem Briefkasten und gieße Blumen“, verrät Seidowsky. Dass jeder Auftrag „Vertrauenssache“ ist, dessen sei sie sich dabei immer bewusst.

Vertrauen genießt sie auch, wenn sie Welpen auf dem Hundeplatz in Rohrbach bei Oelzschau das Einmaleins des guten Benehmens beibringt. „Zur Trainerin bin ich durch meinen eigenen Hund geworden. Den habe ich vor Jahren völlig verängstigt aus dem Tierheim geholt“, sagt sie. Eine Ausbildung folgte, und so kommt manch Kurzzeitgast neuerdings zu einer (unfreiwilligen) Nachhilfestunde.

Ulrike Witt

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