Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Marode Holzstege am Cospudener Nordstrand werden saniert
Region Markkleeberg Marode Holzstege am Cospudener Nordstrand werden saniert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:53 19.05.2015
Krumm und schief, löchrig, vermodert: Die Steganlage am Nordstrand des beliebten "Cossi" ist marode, soll bis 2017 saniert werden. Quelle: André Kempner

Seebetreiber Christian Conrad von Pier 1 hofft, dass auch die angekündigte Fortschreibung des Verkehrskonzepts Verbesserungen bringt.

Eigentlich waren die angeblich besonders langlebigen Holzstege schon wenige Jahre nach Eröffnung schief und krumm. Fachleute vermuteten damals, dass das Robinienholz frisch eingeschlagen eingebaut worden war (die LVZ berichtete). So bogen sich manche Planken so stark, dass Radexperten generell nur entlang einer Linie auf den Schrauben fuhren - wo das Holz gerade auf den Bohlen auflag.

Kunststoff soll nun die Lösung bringen. "Die 1999 errichtete und nach 14-jähriger Nutzungsdauer nun deutlich verschlissene Konstruktion aus Holz wird in mehreren Bauabschnitten bis zum Jahr 2017 durch Recycling-Kunststoff ersetzt", erklärte jetzt Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal. "Durch den neuen Werkstoff wird die Haltbarkeit deutlich verbessert. Wir reagieren damit auf viele Hinweise und Kritiken, die uns von Besuchern des Landschaftsparks Cospuden in der Vergangenheit erreicht haben", teilte die Stadt offiziell mit.

Los gehen sollte es offiziell gestern. Bis zum Mittag zumindest rührte sich jedoch nichts Sichtbares am See. Der erste Bauabschnitt soll laut Stadt vom östlichen Ende der Steganlage nahe Markkleeberg bis zur Plattform der Servicestation Nummer sechs führen und etwa bis Ende April dauern. Danach gehe es in westlicher Richtung weiter, so das Leipziger Rathaus. Die Gesamtkosten der Sanierung der insgesamt zwei Kilometer langen Steganlage beliefen sich auf 750 000 Euro.

Während der Bauarbeiten würden die zu sanierenden Abschnitte gesperrt. "Der Zugang zum Strand, zum behindertengerechten Badesteg sowie zu den gastronomischen Einrichtungen wird jedoch auch weiterhin möglich sein", so die Stadt. Eine Fußgängerumleitung werde ausgeschildert.

Seebetreiber Christian Conrad begrüßte die Maßnahme. Derweil die Stadt die Stege saniere, sei jetzt Pier 1 für den Unterhalt der Plattformen verantwortlich. Im Zuge der Maßnahme würden schadhafte Stellen dort gleich mit ausgebessert, versprach er.

Auch Pier 1 habe am Nordstrand einiges getan und noch vor. So sei die Fassade der Hazienda gedämmt und neu verkleidet worden. Vergrößert werde in diesem Jahr noch die Terrasse rund um die Station Nummer sechs.

Drängendstes Thema der Gastwirte am Nordstrand bleibe jedoch das Thema Parkplatz/Zufahrt. Er hoffe, dass die von der Stadt angekündigte Fortschreibung des Verkehrskonzeptes für den See Verbesserungen bringe, sagte Conrad. Es könne nicht sein, dass etwa bei Veranstaltungen Zulieferer, die an den Strand müssten, an der Zufahrt vom Parkplatzbetreiber abgezockt würden, wie in der Vergangenheit des öfteren geschehen, so Conrad. Er hat eine Liste mit mehr als 30 solcher Beschwerden gesammelt. Veranstalter drohten schon mit dem Wegzug, wenn die Zufahrt nicht vereinfacht werde, sagte Conrad.

Die Stadt liegt derweil im Rechtstreit mit dem Parkplatzbetreiber, der Schweriner Parkplatz- und Versorgungsgesellschaft, lehnt mit Hinweis auf das schwebende Verfahren jede Stellungnahme dazu ab.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.01.2014
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zwölf Jahre lang war Arndt Haubold Mitglied der Landessynode der evangelisch-lutherischen Kirche. Was er in dieser Zeit alles erlebt hat, von Erfolgen und Misserfolgen, endlosen Sitzungen, Auseinandersetzungen und der steten Suche nach dem "magnus consensus" berichtete der Pfarrer der Martin-Luther-Kirchgemeinde Markkleeberg-West diese Woche im gut gefüllten Gemeindesaal in der Mittelstraße.

19.05.2015

Wellenbrecher, Buhnen, Rangenverbau: Zwischen Wachauer und Auenhainer Strand wird das Nordostufer des Markkleeberger Sees sehr aufwändig gesichert. Hintergrund ist die Erosion des Ufers, die so stark nicht vermutet worden war, bei der Flut im Vorjahr aber sogar Sand in die Pumpen des Kanuparks zu schwemmen drohte.

19.05.2015

Großpösna. "Kinder lernen vor dem Fernseher nicht reden", sagt Timo Metzges. Und: "Es wird heute leider viel zu wenig vorgelesen." Der Filmemacher vom Großpösnaer Picturesound-Studio muss es wissen.

19.05.2015
Anzeige