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Markkleeberg Massiv und diebstahlsicher befestigt: Neue Sitzgruppen fürs beliebte Oberholz
Region Markkleeberg Massiv und diebstahlsicher befestigt: Neue Sitzgruppen fürs beliebte Oberholz
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11:19 10.03.2016
Massiv und diebstahlsicher: Drei dieser picknick-geeigneten Sitzgruppen sind jetzt im Oberholz aufgestellt worden. Quelle: André Kempner
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GRosspösna

Das nördliche Oberholz wird gerade für ältere Besucher und Familien attraktiver. Die Gemeinde Großpösna und der Staatsbetrieb Sachsenforst haben in dem beliebten Erholungswald pünktlich vor Saisonbeginn neue Bänke und Sitzgruppen aufstellen lassen.

Was auf den ersten Blick wie eine Kleinigkeit aussieht, hat einen ernsten Hintergrund. „Ich bekomme häufig Anrufe gerade von älteren Bürgern, die mich fragen, wo es im Wald eine Bank gibt, wie weit es von einer zur anderen ist und ob sie das wohl noch schaffen können“, erläutert Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch. Sie halte es für wichtig, dass sie sich zusammen mit dem Sachsenforst bemühe, die Erholungsfunktion des Oberholzes gerade auch für Ältere und Familien zu erhalten und zu verbessern.

Der bisherige Erfolg gibt ihr und dem Staatsbetrieb recht. Gerade das nördliche Oberholz zählt zu einem der beliebtesten Ausflugsgebiete der Region. Radler, Reiter, Spaziergänger, Sportler, Geocacher – selbst Forstprofessoren seien immer wieder überrascht, wie weit dieser Wald auch der Erholungsfunktion diene, erläutert Andreas Padberg, Leiter des Forstbezirkes Leipzig. Für ihn kommt damit auch der Besucherlenkung eine besondere Rolle zu. Denn so wie es Schwerpunkte für die Erholung im Wald gebe, müsse es auch Rückzugsgebiete zum Beispiel für das Wild geben, gibt er zu bedenken.

Die jetzt aufgestellten drei neuen Sitzgruppen mit Bank, Tisch und Hocker sowie zwei Einzelstandorte für Bänke seien daher nicht nur mit der Gemeinde abgestimmt, sondern auch an den Stellen errichtet worden, wo es aus waldpflegerischer Sicht sinnvoll sei. An den gewählten Hauptwegen komme der Erholungsfunktion eine besondere Rolle zu, die Orte seien auch aus Sicht der Sicherheit im Wald unproblematisch.

Das neue Mobilar selbst ist nicht nur rustikal aus einheimischer Eiche (aus dem Revier Leipzig-Süd, wie Padberg betont), es wird auch diebstahlsicher befestigt. „Früher wurden uns sogar schon mal ganze Bankgruppen gestohlen – trotz des Aufdrucks Sachsenforst“, ärgert sich der Forstbezirks-Chef. Die neuen Gruppen seien jedoch deutlich schwerer. Rund 10 000 Euro lässt sich der Staatsbetrieb die Ausrüstung der fünf Standorte kosten, „Installation und das Aufschütten der Plätze mit Schotter und Splitt noch nicht mitgerechnet“, sagt er.

Insgesamt stünden mit den älteren Bänken nun alle paar hundert Meter Sitzgelegenheiten an den Hauptwegen im Wald, meint Revierleiter Christoph Seifert. Auf Wunsch von Lantzsch will er demnächst in einer Karte fürs Amtsblatt alle Orte markieren.

Das Oberholz umfasst rund 600 Hektar Wald, zwei Drittel davon gehören dem Freistaat. In ihm finden alljährlich im Raum Leipzig die Waldjugendspiele für Schulen statt. Seine besondere Bedeutung auch als Ort des Lernens über die Vorgänge in Wald und Flur wird demnächst noch steigen. Denn Sachsenforst und die Gemeinde planen gemeinsam den Bau eines Waldpädagogischen Zentrums. Es soll im Botanischen Garten für Arznei- und Gewürzpflanzen entstehen, der sich gleich nebenan befindet.

Von Jörg ter Vehn

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