Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Mehr Grün und weniger Verkehr
Region Markkleeberg Mehr Grün und weniger Verkehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:26 19.05.2015
Zahlreiche Markkleeberger informieren sich über die Neugestaltung der Stadtmitte und äußern Wünsche. Quelle: André Kempner

Die Bürgerversammlung im Rathaus war Auftakt für die geplante Neugestaltung der Markkleeberger Stadtmitte.

"Dass wir heute hier zusammensitzen, hat den Grund, dass uns keine Ideen verloren gehen, wenn es um die Gestaltung des Areals geht", betonte Oberbürgermeister Karsten Schütze. Die Stadtmitte müsse dringend entwickelt werden, doch ohne Einbeziehung der Bürger ginge das nicht. Hilfe bekommt die Stadt außerdem in den kommenden Monaten vom Architekturbüro Station C23. "Für uns ist es wichtig, dass der Prozess sozusagen von draußen mitbetreut wird", begründete Schütze.

Architekt Michael Rudolph lobte die Einbeziehung der Bewohner, machte aber deutlich, dass das nicht überall erwünscht sei: "Häufig erleben wir das nicht." Rudolph stellte vor der Diskussion zunächst einmal die Punkte zwischen Ring und Rathaus heraus, die umgestaltet werden müssten, um tatsächlich eine Stadtmitte schaffen zu können. "Ob Bahnhof, Einkaufszentrum, Rathausstraße oder Ring: alle Orte stehen in einem vollkommen ungeordneten Zusammenhang", machte er deutlich. Das ziehe etliche Probleme nach sich, unter anderem sei die Schienenführung der Straßenbahnlinie 9 vor der Rathausgalerie "eine Katastrophe", hinzu kämen unterschiedliche Straßenbeläge und zu wenig Parkflächen. "Der neue S-Bahn-Anschluss wird gut angenommen, allerdings gibt es am Bahnhof zu wenig Stellplätze und Fahrradständer."

Zuhörer Andreas Boos ist als Radler ein großer Verfechter einer Fahrradstation vor dem Bahnhof. "Ich stelle mir vor, dass man hier Räder kaufen oder leihen kann, es eine kleine Werkstatt gibt und vielleicht ein paar Kleinigkeiten verkauft werden, die man für Radtouren so braucht", stellte der Markkleeberger seine Idee vor. Und noch etwas liegt ihm am Herzen: die Verkehrsberuhigung an der Ecke Rathaus- und Friedrich-Ebert-Straße. Für ein umfangreiches Verkehrskonzept plädiert auch Felix Rösler. Er ist Hausbesitzer in der Friedrich-Ebert-Straße und das Verkehrschaos vor seiner Haustür leid. "Wir haben hier eine Straßenbahn, jetzt die S-Bahn und noch Buslinien. Das Überangebot muss doch nicht sein", betonte er. Es müsse hinterfragt werden, ob die Straßenbahn hier nicht überflüssig sei.Für ihn haben zudem ein Fußgängerüberweg, Geschwindigkeitsbegrenzungen und ein "anständiger Marktplatz" gegenüber der Rathausgalerie Priorität.

Die Trostlosigkeit an dieser Ecke bemängelten auch Heidemarie Dießner und Rosemarie Jahn. Beide haben die ähnliche Idee, auf dem jetzigen Parkplatz ein Gartenareal zu schaffen, das zum einem als Marktplatz und zum anderen als Treffpunkt für Generationen genutzt werden könne. So wünscht sich Dießner einen Ort, an dem Kinder, Eltern und Senioren zusammenkommen können, um gemeinsam zu kochen, zu basteln oder einfach nur zu erzählen. "Belebt wird die Innenstadt nur, wenn es Spielangebote gibt und wo man Leute treffen kann", ist sie sich sicher. Für Jahn steht vor allem mehr Grün im Stadtzentrum im Mittelpunkt. "Früher gab es hier viel mehr Bäume, jetzt ist alles verbaut und von daher nur noch unansehnlich", machte sie ihrem Ärger Luft. Die Rathausstraße sei nicht nur unattraktiv, sondern auch noch wegen der Verkehrssituation gefährlich. Die Verkehrsführung müsse dringend geändert werden.

Weitere Ideen von Bewohnern können am Sonnabend, 18. Oktober, bei einem Stadtspaziergang mit Schütze geäußert werden. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz gegenüber der Rathausgalerie.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.10.2014
Julia Tonne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit 235 Ausstellern seien es zwölf mehr als im Vorjahr, so Geschäftsführer Lutz-Rainer Matzat.

Sachsenforst stelle in diesem Jahr in der Halle unter anderem den Colditzer Forst vor - "den Wald vor Deiner Haustür" nannte ihn Andreas Pad

19.05.2015

Mit einem leichten Besucherplus endete am Wochenende das diesjährige Freizeitsportangebot im Kanupark Markkleeberg. Mehr als 23.000 Freizeitsportler nutzten das wilde Wasser überwiegend zum Rafting.

19.05.2015

Reizvolle Einblicke in die Unterwasserlandschaften des Ostens bot am Wochenende das erste Unterwasser-Foto- und -Videofestival. Veranstaltet vom TAZA Tauchclub Naunhof und dem Tauchsportverein Leipziger Delphine zog das Event im Deutschen Fotomuseum Markkleeberg und im Leipziger Neuseenland nicht nur Tauchsportler in ihren Bann.

19.05.2015
Anzeige