Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Mehr Grün und weniger Verkehr

Mehr Grün und weniger Verkehr

Eine Fahrradstation in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof, eine verkehrsberuhigte Zone in der gesamten Rathausstraße, viel Grün zwischen Rathaus und Ring sowie Ruheinseln gegenüber der Rathausgalerie: das waren nur einige Wünsche und Ideen, die von etwa 60 Markkleebergern am Montagabend geäußert wurden.

Voriger Artikel
Colditzer Forst kommt bei Messe ganz groß raus
Nächster Artikel
Da klicken die Kameras: Urzeit-Riesen treffen auf Bergbau-Riesen

Zahlreiche Markkleeberger informieren sich über die Neugestaltung der Stadtmitte und äußern Wünsche.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Die Bürgerversammlung im Rathaus war Auftakt für die geplante Neugestaltung der Markkleeberger Stadtmitte.

"Dass wir heute hier zusammensitzen, hat den Grund, dass uns keine Ideen verloren gehen, wenn es um die Gestaltung des Areals geht", betonte Oberbürgermeister Karsten Schütze. Die Stadtmitte müsse dringend entwickelt werden, doch ohne Einbeziehung der Bürger ginge das nicht. Hilfe bekommt die Stadt außerdem in den kommenden Monaten vom Architekturbüro Station C23. "Für uns ist es wichtig, dass der Prozess sozusagen von draußen mitbetreut wird", begründete Schütze.

Architekt Michael Rudolph lobte die Einbeziehung der Bewohner, machte aber deutlich, dass das nicht überall erwünscht sei: "Häufig erleben wir das nicht." Rudolph stellte vor der Diskussion zunächst einmal die Punkte zwischen Ring und Rathaus heraus, die umgestaltet werden müssten, um tatsächlich eine Stadtmitte schaffen zu können. "Ob Bahnhof, Einkaufszentrum, Rathausstraße oder Ring: alle Orte stehen in einem vollkommen ungeordneten Zusammenhang", machte er deutlich. Das ziehe etliche Probleme nach sich, unter anderem sei die Schienenführung der Straßenbahnlinie 9 vor der Rathausgalerie "eine Katastrophe", hinzu kämen unterschiedliche Straßenbeläge und zu wenig Parkflächen. "Der neue S-Bahn-Anschluss wird gut angenommen, allerdings gibt es am Bahnhof zu wenig Stellplätze und Fahrradständer."

Zuhörer Andreas Boos ist als Radler ein großer Verfechter einer Fahrradstation vor dem Bahnhof. "Ich stelle mir vor, dass man hier Räder kaufen oder leihen kann, es eine kleine Werkstatt gibt und vielleicht ein paar Kleinigkeiten verkauft werden, die man für Radtouren so braucht", stellte der Markkleeberger seine Idee vor. Und noch etwas liegt ihm am Herzen: die Verkehrsberuhigung an der Ecke Rathaus- und Friedrich-Ebert-Straße. Für ein umfangreiches Verkehrskonzept plädiert auch Felix Rösler. Er ist Hausbesitzer in der Friedrich-Ebert-Straße und das Verkehrschaos vor seiner Haustür leid. "Wir haben hier eine Straßenbahn, jetzt die S-Bahn und noch Buslinien. Das Überangebot muss doch nicht sein", betonte er. Es müsse hinterfragt werden, ob die Straßenbahn hier nicht überflüssig sei.Für ihn haben zudem ein Fußgängerüberweg, Geschwindigkeitsbegrenzungen und ein "anständiger Marktplatz" gegenüber der Rathausgalerie Priorität.

Die Trostlosigkeit an dieser Ecke bemängelten auch Heidemarie Dießner und Rosemarie Jahn. Beide haben die ähnliche Idee, auf dem jetzigen Parkplatz ein Gartenareal zu schaffen, das zum einem als Marktplatz und zum anderen als Treffpunkt für Generationen genutzt werden könne. So wünscht sich Dießner einen Ort, an dem Kinder, Eltern und Senioren zusammenkommen können, um gemeinsam zu kochen, zu basteln oder einfach nur zu erzählen. "Belebt wird die Innenstadt nur, wenn es Spielangebote gibt und wo man Leute treffen kann", ist sie sich sicher. Für Jahn steht vor allem mehr Grün im Stadtzentrum im Mittelpunkt. "Früher gab es hier viel mehr Bäume, jetzt ist alles verbaut und von daher nur noch unansehnlich", machte sie ihrem Ärger Luft. Die Rathausstraße sei nicht nur unattraktiv, sondern auch noch wegen der Verkehrssituation gefährlich. Die Verkehrsführung müsse dringend geändert werden.

Weitere Ideen von Bewohnern können am Sonnabend, 18. Oktober, bei einem Stadtspaziergang mit Schütze geäußert werden. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz gegenüber der Rathausgalerie.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.10.2014
Julia Tonne

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Markkleeberg

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus unserer Region. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr