Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Mehr Sauberkeit im Ort: Großlehna soll Sonderweg weiter gehen
Region Markkleeberg Mehr Sauberkeit im Ort: Großlehna soll Sonderweg weiter gehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:37 04.07.2015
Anzeige
Markranstädt

Nächste Woche entscheidet der Stadtrat.

Hintergrund des Regelungsbedarfs ist die Kündigung des bisherigen Straßenreinigungsvertrages. Die Preise von 2001 seien heute nicht mehr rentabel, hatte die Firma geltend gemacht. Im Ort begann danach die Diskussion, Ortsvorsteher Gerhard Schmit hatte im Amtsblatt Varianten vorgestellt, ausdrücklich um Meinungen dazu gebeten. Ergebnis: "Wir wollen den Sonderweg beibehalten", erklärte er Montagabend im Technischen Ausschuss. Dort hatte noch Stadtrat Jens Schwertfeger, zugleich Ortsvorsitzender von Frankenheim/Lindennaundorf, dafür geworben, in der Stadt doch überall gleiche Regelungen vorzuhalten.

Schmit und auch Stadtrat Mike Schärschmidt aus Großlehna erwiderten jedoch, es seien keine Widersprüche zu erwarten. Auch der Ortschaftsrat habe sich einstimmig dafür ausgesprochen. Schmit: "Die Reinigung ist eine eingebürgerte Sache, hat seit 1996/97 Ordnung geschaffen im Ort." Immer am letzten Freitag im Monat komme die Kehrmaschine. Außerdem werde so auch vor Grundstücken gereinigt, die eventuell nicht bewohnt werden.

Bauamtsleiterin Uta Richter hatte erklärt, dass nach den gegenwärtigen Schätzungen die Reinigung künftig teurer werde. Die Grundgebühr steige vermutlich von bislang 5,24 Euro auf etwa 8,50 Euro, die Frontmetergebühr für die Grundstücke von 0,95 Euro auf 1,15 Euro. "Also alles in allem nicht ganz doppelt so teuer wie bislang", schätzte sie. Verbindliche Zahlen erbringe jedoch erst die nötige Ausschreibung.

Bei ihr im Amt hätten sich immer mal wieder Neubürger von Großlehna beschwert, warum sie für die Straßenreinigung zahlen müssten, während in anderen Ortschaften die Bürger selber kehren, aber nichts zahlen. Dort würden im Übrigen zweimal im Jahr die Straßen von der Stadt gereinigt. Im Rahmen der Gefahrenabwehr würden Split im Frühjahr und Laub im Herbst entfernt. Die knapp 6000 Euro Kosten dafür spare die Stadt in Großlehna. Aber was die Meinung der Bürger von Großlehna anbelangt, sei der Ortschaftsrat natürlich näher dran.

"Warum soll eine Ortschaft nicht einen eigenen Weg gehen, wenn es die Bürger bezahlen?", fragte Spiske. Einstimmig winkte der Ausschuss die Vorlage durch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.07.2015
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Großpösna. Diese Bank gönnt Ihnen eine Pause: Am Störmthaler See wurde gestern die Aktion "Meine Bank am See" mit dem ersten Sitzmöbel quasi eröffnet. Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch, Bildhauer Eberhard Herrmann aus Dreiskau-Muckern sowie sein Kollege Robert Kling nahmen auf dem maritimen Möbel am Strand von Dreiskau-Muckern Platz.

04.07.2015

Die Großstädtelner Kirche ist durch den Kreuzweg von Elly-Viola Nahmmacher und die Betonglasfenster von Christoph Grüger bei Kunstkennern in der Region bekannt.

03.07.2015

"Wie war das eigentlich?" Eine Frage, die aufgeweckte Kinder gern stellen. Antworten zu finden, ist für Eltern und Großeltern nicht immer leicht. Erst recht, wenn es um die DDR und die eigene Lebensgeschichte geht.

03.07.2015
Anzeige