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Markkleeberg Mehr als 600 Hundebesitzer wollen Leinenpflicht am Störmthaler See kippen
Region Markkleeberg Mehr als 600 Hundebesitzer wollen Leinenpflicht am Störmthaler See kippen
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00:37 20.06.2015
Streit um freilaufende Hunde: Am Störmthaler See fordern mehr als 600 Hundebesitzer mehr Platz als diesen Strand im Vordergrund. Quelle: Jörg ter Vehn
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Mehr als 600 Hundebesitzer haben aber jetzt in einer Unterschriftensammlung dagegen protestiert, dass am See Leinenpflicht besteht, sie nur in einem kleinen Bereich ihre Tiere frei laufen lassen können.

Ausreichender Freilauf für Hunde in einem Dorf mit ländlich geprägtem Umfeld - für Lutz Volkmar aus Störmthal eine Selbstverständlichkeit. Aber nur, weil es auch unter Hundebesitzern einige gebe, die sich nicht an Regeln halten, gleich alle Hunde mit Leinenzwang zu bestrafen, sei der falsche Weg. Zudem sei die erlaubte Fläche unterhalb des alten Aussichtspunktes wegen ihrer Natursteinschräge völlig ungeeignet, dort die Tiere frei laufen zu lassen, meint er stellvertretend für die Petitenden.

Mehr als 600 hätten unterschrieben, erzählt Volkmar. Die Listen lägen bei Tierärzten und Hundefachgeschäften aus, hätten ihren Weg gar bis in die Uni Leipzig gefunden. Täglich würden neue Tierfreunde unterschreiben, die nicht einsehen würden, dass es an dem riesigen neuen See nicht möglich sein soll, die Tiere artgerecht laufen zu lassen. Dass dies an den Badestränden nicht möglich sei, verstehe ja jeder. "Aber die gesamte Westseite vom See wäre zum Beispiel möglich", findet Volkmar. Er will die Gemeinde auffordern, ihrerseits Vorschläge zu machen.

Im Gemeinderat Montagabend berichtete Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) von der Petition, erklärte, erstmal mit den Hundebesitzern reden zu wollen. Gegenüber der LVZ sagte Lantzsch, auch die Ortschaftsräte der anliegenden Orte in die Diskussion einbeziehen zu wollen. Sie könne sich etwa vorstellen, die jetzige, etwa 600 Meter lange Freilaufzone zwischen Silberwald und altem Aussichtspunkt zu vergrößern, eventuell um die Bucht herum ein Stück weit in Richtung Dreiskau-Muckern zu verlängern, zeigte sie Kompromissbereitschaft.

Im Gemeinderat scheint die Stimmung aktuell eher gegen Hunde auszuschlagen. So befürworteten die Räte eine Aktion des Bauhofes der Gemeinde gegen unliebsame Hinterlassenschaften der Tiere in den Grünanlagen. Auf einer Fläche an der Robert-Bothe-/Hauptstraße wurde pro Haufen ein Holzpflock in die Erde gerammt. Die stachelige Fläche gleicht jetzt einer modernen Skulptur. Die Haufen seien eine Zumutung für alle, so Lantzsch. "Wer bitte soll da auch noch Rasen mähen?"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.06.2015
Jörg ter Vehn

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