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"Meisterleistung" - aber Zukunft ungewiss

"Meisterleistung" - aber Zukunft ungewiss

Korb-Werner in der Karl-Liebknecht-Straße 78 in Leipzig kennen viele. Dass Inhaber Frank Werner Markkleeberger ist und seine Werkstatt in der August-Bebel-Straße 9 hat, wissen nur wenige.

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Roland Werner (rechts) schaut Frank Werner bei der Arbeit zu.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Jetzt schaute Staatssekretär Roland Werner bei ihm vorbei.

"Traditionsreiche Familienbetriebe wie Ihrer bilden das Rückgrat des Handwerks", erklärte der FDP-Politiker und überreichte dem Korbmacher in dritter Generation eine Urkunde. Besonders würdigte er, dass es der Familie gelungen sei, ihren Betrieb durch alle Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte zu bringen. "Das ist eine Meisterleistung", meinte Roland Werner in Anlehnung an die derzeit im Wirtschaftsministerium in Dresden laufende Ausstellung. Zu sehen sind dort - und demnächst auch in der IHK Leipzig - Bilder von 75 Handwerksbetrieben, darunter Korb-Werner.

"Mein Großvater Iwan gründete unsere Firma am 1. April 1913 in der Alfred-Kästner-Straße in Leipzig. Später hatte er seine Werkstatt und einen Laden in der Karl-Liebknecht-Straße", erzählte Frank Werner. 1986 übernahm der 59-Jährige von seinem Vater Erhard, heute 90 Jahre alt, den auch zu DDR-Zeiten immer in privater Hand befindlichen Betrieb mit damals bis zu fünf Angestellten und drei Lehrlingen. "Das größte Problem war bis 1989 das Material", erinnerte er sich.

Mit der Wende und der D-Mark, später dann der Euro-Umstellung seien neue Herausforderungen gekommen. "Kunsthandwerk hat seinen Preis und den wollen viele nicht mehr zahlen. Deshalb musste ich den Betrieb immer mehr verkleinern. Erst konnte ich das Personal nicht mehr halten, dann bin ich mit der Werkstatt in meine Garage gezogen", so Frank Werner. Wie lange es Korb-Werner noch gebe, könne er nicht sagen. "Meine Kinder werden den Betrieb nicht übernehmen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.08.2014
Ulrike Witt

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