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Markkleeberg Militärhistorische Ausstellung im Schloss
Region Markkleeberg Militärhistorische Ausstellung im Schloss
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18:20 17.10.2011
Vor zwei Jahren präsentierte Wolfgang Gerlach im Schloss Markkleeberg die Ausstellung „Frauengeschichten um 1813“. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Der federführende Torhausverein hat sich für das Mammutprojekt bereits kompetente Partner gesucht: Den größten Teil der hochkarätigen Exponate stellt das Wehrgeschichtliche Museum Salzburg bereit.

„Wir werden von dort Sammelstücke mit einem Versicherungswert von rund 280 000 Euro bekommen“, verrät Wolfgang Gerlach, Chef des Fördervereins „Historisches Torhaus Markkleeberg 1813“. Darunter seien Raritäten, die noch nie außerhalb Österreichs zu sehen waren. Eigens für die große Ausstellung sollen Räume im Schloss genutzt werden, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Der Ort könnte passender nicht sein: In den Oktobertagen des Jahres 1813 residierte dort der österreichische Generalquartiermeister Langenau. Zudem haben dessen Truppen das Torhaus den Franzosen in heftigen Kämpfen entrissen.

Im Leipziger Raum sei die Rolle der österreichischen Truppen bisher wenig beleuchtet worden, findet Gerlach. „Der Schwerpunkt lag eher bei den Preußen, den Franzosen und den Russen.“ Mit der nun geplanten Ausstellung sollen Wissenslücken geschlossen werden. Konzipiert wird die Schau vom österreichischen Oberst Kurt Mitterer. Der Militärhistoriker ist Chef des von einem Verein betriebenen Salzburger Heeresmuseums. Nicht nur die Ausstellung soll hochkarätig sein – das geplante Begleitbuch könnte ebenso ein Renner werden. Gedacht ist auch an ein spezielles Kinderprogramm. „Wir wollen nicht nur Militärisches zeigen, sondern auch Spielzeug und Alltagsgegenstände“, betont Rainer Baumann, Sprecher des Torhausvereins. Ein besonderer Hingucker sollen lebensgroße Uniformpuppen sein.

Gute Kontakte zu den Österreichern pflegt der Markkleeberger Torhausverein schon länger. Gegenseitige Besuche gehören längst zum Alltag. „Mitterer ist unser alter Freund“, so Gerlach. Aus diesem Grund würden die Salzburger ihre Bestände auch gern zur Verfügung stellen. Und es bestehen reale Chancen dafür, dass einige der Exponate auch später in Markkleeberg zu sehen sein werden. Da diese meist in Privatbesitz sind, sei ein Erwerb für die Torhaus-Sammlung durchaus denkbar. „Wir brauchen deshalb die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern. Die ermöglichen uns vielleicht den Kauf einiger interessanter Stücke“, so Gerlach.

Für die Vorbereitung der Schau werden rund 30 000 Euro benötigt. Fördermittelgeber und weitere Unterstützer wurden bereits angesprochen. „Wir sind guter Hoffnung, dass uns die Finanzierung gelingt.“ Bereits jetzt ist sich Gerlach sicher: „Das wird eine gewaltige Ausstellung.“ Die Exposition soll vom 1. Oktober 2013 bis zum 31. Mai 2014 geöffnet sein.

Bert Endruszeit

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