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Markkleeberg Minister Ulbig prämiert Sachsens schönsten Schulhof – und träumt von der Hängematte
Region Markkleeberg Minister Ulbig prämiert Sachsens schönsten Schulhof – und träumt von der Hängematte
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00:44 11.09.2015
Trampolin gehört dazu: Die Christliche Montessori-Grundschule Rüssen-Kleinstorkwitz hat Sachsens schönsten Schulhof. Dienstag schaute Minister Ulbig vorbei. Quelle: Foto
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Zwenkau

In der aktuellen Flüchtlingskrise war Innenminister Markus Ulbig (CDU) Dienstagvormittag eine kleine Auszeit in der schönsten Spiel- und Lernoase Sachsens vergönnt. Gemeinsam mit der Stiftung „Lebendige Stadt“ und der Deutschen Umwelthilfe überreichte der 51-Jährige der Christlichen Montessorischule in Rüssen-Kleinstorkwitz den Preis „Schulhof der Zukunft“. Die Einrichtung in Trägerschaft des Vereins Lebenswelt Schule ist einer von zehn Siegern beim gleichnamigen bundesweiten Wettbewerb, im Freistaat der einzige.

„Sicher fragt sich mancher, was macht ein Innenminister in diesen unruhigen Zeiten auf einem Schulhof. Natürlich gibt es Wichtigeres in diesem Land. Deshalb habe ich vorhin beim Rundgang auch so sehnsüchtig nach der Hängematte geschaut“, räumte Ulbig ein, „aber als Stiftungsrat habe ich darauf bestanden, diesen Termin wahrzunehmen.“ Es sei eine Freude gewesen, Hedwig und die anderen Grundschüler beim Rundgang über ihren grünen und kindgerecht gestalteten Schulhof zu erleben, ihre Begeisterung, ihren Stolz.

Fast 30 Minuten hatte sich der Minister, begleitet vom Vorsitzenden des Trägervereins Lebenswelt Schule, Alexander Wagner, CDU-Landtagsmitglied Oliver Fritzsche, Silke Wissel von der Stiftung „Lebendige Stadt“, Bürgermeister Holger Schulz (CDU) und weiteren Gästen für eine Entdeckungstour genommen, ließ sich von Johann das Baumhaus zeigen, von Antonia die Slackline, von Folke das Trampolin, von Edda die Mini-Teiche und das Kräuterbeet. Tarik, Ole und Samuel entführten ihn auf den Fußballplatz, Hortleiterin Meike Märcz in die Freiluft-Werkstatt, Florens und Paul schließlich an die bewusste Hängematte.

„Richtig gute Schulhöfe sind heute grün und keine Betonwüsten. Ihr habt so einen, aber das ist längst noch nicht überall in Deutschland so“, erklärte Wissel den 63 Rüssener Schülern im Grünen Klassenzimmer. Die Mädchen und Jungen seien seit Jahren in die Planung und Gestaltung ihres Schulhofes einbezogen. Für die Wettbewerbsjury ein entscheidender Aspekt. „Wichtig war uns auch, dass Ihr die Jahreszeiten hier draußen hautnah erleben könnt und ein großer Teil des Tages im Freien stattfindet“, erläuterte Wissel die Auswahlkriterien.

Wagner dankte der Stiftung „Lebendige Stadt“ und der Deutschen Umwelthilfe. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir uns bei so vielen Bewerbungen durchsetzen können. Die anderen hatten auch viele tolle Ideen. Was wir hier umgesetzt haben, ist ein Bruchteil“, betonte der Vereinschef. Er sei froh, dass es mit Hilfe der Schulleiterin, der Eltern und vieler Partner und Freunde gelungen ist, eine lebendige Lebens- und Lernwelt nach dem Konzept von Maria Montessori im Grünen umzusetzen. Von den 2000 Euro Preisgeld sollen eine Outdoor-Schachanlage und eine Lehm- und Matschstrecke angelegt sowie ein Schlauchwagen fürs Gießen der Oase angeschafft werden.

„Unsere Gesellschaft lebt gerade in der aktuellen Flüchtlingskrise von Menschen, die sich engagieren. Wenn ich Sie so alle hier sehe, bin ich mir sicher, dass wir die gewaltigen Aufgaben, die vor uns liegen, gemeinsam schaffen werden“, so Minister Ulbig.

Von Ulrike Witt

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