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Markkleeberg Minister im Doppelpack eröffnen Ortsumfahrung von Störmthal
Region Markkleeberg Minister im Doppelpack eröffnen Ortsumfahrung von Störmthal
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14:08 19.05.2015
Verkehrsminister Martin Dulig und Gleichstellungsministerin Petra Köpping (beide SPD) testen die neue Ortsumfahrung Störmthal im einem alten Wartburg. Quelle: André Kempner

Für Verkehrsminister Martin Dulig (SPD), gerade gut drei Wochen im Amt, war es gar die erste Amtshandlung im Landkreis Leipzig überhaupt, wie Landrat Gerhard Gey (CDU) betonte. Die Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD) kannte sich bestens aus. Sie hatte als Bürgermeisterin von Großpösna den Bau der Ortsumfahrung angeschoben, später als Landrätin des Kreises das Vorhaben begleitet. Deshalb habe sie sich den Termin auch nicht nehmen lassen, sagt sie sichtlich froh über das Erreichte.

"Juchei, Juchei, die Straße ist nun frei", sangen die Kleinen der Kita Knirpsenland aus Störmthal zur Eröffnung. Sie hatten die Maßnahme über anderthalb Jahre mit wöchentlichen Ausflügen auf die Baustelle begleitet. Etwas mehr Worte brauchten trotz bitterer Kälte Minister Dulig, der Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, Rainer Förster, Landrat Gerhard Gey und Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch.

Während Förster die bessere Anbindung der Region Borna an die Metropole Leipzig und den Lückenschluss im Straßennetz betonte, der letztlich mit der inzwischen absehbaren A 72 beendet sein wird, hob Dulig auch das Bekenntnis zum Südraum Leipzig und dem dort bereits Erreichten hervor, das mit der Straße geschehe. Die Straße entlaste die Einwohner Störmthals vom Verkehr und werte zugleich die ganze Region auf, sagte Dulig. Gey betonte die Verbesserungen, die die Ortsumfahrung auch dem Tourismus bringe. Insbesondere der Störmthaler See werde so viel leichter erreichbar. Gelungen sei auch die Einbindung des Radwegs. "Von Wolks bis Störmthal ist der jetzt durchgehend vorhanden", freute er sich.

Lantzsch erinnerte daran, dass die Straße eigentlich schon zur Übergabe der A 38 fertig sein sollte. 1999 habe es daher auch schon eine fast fertige Planung gegeben, "aber dann kam der Artenschutz", so Lantzsch. Wie berichtet, musste wegen neuer Rechtsprechung und Vorgaben komplett umgeplant werden. Das Ergebnis sind unter anderem Überflughilfen für Fledermäuse. Über fast zehn Jahre habe der Ortschaftsrat alle Belange der Straße begleitet. Das Ergebnis könne sich nun sehen lassen. Wie sehr, testeten Dulig, Köpping und Lantzsch anschließend bei einer ersten Befahrung in einem traumhaft chic sanierten roten Wartburg. Ihnen folgte ein ganzer Tross aus zwei- und vierrädrigen Oldtimern und Lanz Bulldogs, bevor am Abend die Straße komplett freigegeben wurde.

Die Straße führt nun von der Autobahnanschlussstelle Leipzig-Südost um Störmthal und Dreiskau-Muckern herum nach Espenhain auf die B95 und künftig die A 72. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 9 Millionen Euro. Die EU fördert dieses Projekt mit 75 Prozent aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.12.2014
Jörg ter Vehn

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