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Mit Muskelkraft auf Entdeckungstour

Mit Muskelkraft auf Entdeckungstour

Oliver Leipold und Sebastian Beger schlendern den Weg vom Wachauer Strand zum Auto entlang. Oliver kickt einen Volleyball vor sich her, Sebastian klimpert mit dem Schlüsselbund.

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Sommer am Stadtrand: Ob genüsslich in der Sonne liegen, schwimmen, raften, wandern oder per Fahrrad die Gegend erkunden – am Markkleeberger See ist vieles möglich.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. „Wir sind zur Zeit immer hier, wenn wir beide können“, erzählt der 24-jährige Liebertwolkwitzer. Der ein Jahr ältere Oliver aus Markkleeberg nickt. „Es ist hier leerer als am Markkleeberger und am Auenhainer Strand, außerdem ist es nicht so kiesig, das ist bequemer wenn man ins Wasser geht.“

Ab und zu schwimmt Oliver zur Getzelauer Insel, die vor dem Südufer liegt und unter Naturschutz steht. Für den knappen Kilometer braucht er in ruhigem Tempo um die 40 Minuten. „Oder ich fahre mit dem Rad um den See“. Die rund zehn Kilometer schafft er locker in etwa einer halben Stunde. Den Fahrradrundweg empfiehlt auch Anne Walter, Mitarbeiterin für Tourismusentwicklung im Kulturamt der Stadt Markkleeberg. „Dass schöne daran ist der Kontrast zwischen dem lebhaften Ost- und dem ruhigen Südufer“, sagt Walter, die die Strecke aus eigener Erfahrung kennt. „Ein guter Einstieg ist die Seepromenade des Nordstrandes, da ist viel los. Dann nehmen die ambitionierten Radfahrer am besten den oberen Weg, da sind nämlich weniger Spaziergänger, außerdem ist er asphaltiert.“ An der Kreuzung des Oberen Uferwegs mit dem Crostewitzer Weg, die man zügig erreicht, winkt ein imposanter Ausblick in die Landschaft. „Wer lieber die Seepromenade nimmt, sollte besonders auf die Fußgänger achten“, warnt Walter.

Dann geht es am Seepark Auenhain vorbei. Im Feriendorf können für sieben Euro pro Tag und Erwachsenen und 3,50 für Kinder unkompliziert Räder gemietet werden. Im Kanupark, wenige Meter weiter in Richtung See, gibt es am Wochenende Solarboote für Wildwasserscheue – das kostet zehn Euro pro Stunde und Boot und bietet Platz für vier Passagiere. Wer sich mehr bewegen möchte, bekommt für 3,50 Euro die Stunde ein Zwei-Mann-Tretboot. Direkt neben dem Kanupark ist der Auenhainer Strand, mit 600 Metern der längste – bei gutem Wetter voll wie der Nordstrand am Cospudener See.

Der Weg am Ufer führt rechts herum zum Südufer. Eine riesige Hand, geschaffen von Steinbildhauern, säumt den Weg. „Wenige Meter weiter hat der Tourist die Wahl: Entweder man hält sich rechts und biegt in die Crostewitzer Höhe ein, dort fährt man über Schotter, hat aber immer den See im Blick – oder bleibt auf dem Asphaltweg Zum Wildwasser.“ In diesem Fall geht es bald rechts in die Straße Zur Göselmündung. „Das Naturerlebnis ist in beiden Fällen bemerkenswert: Ein dichter Wald mit vielen Nadelbäumen, Vögeln und von Wildschweinen durchfurchter Erde“, so Walter.

Dort, wo der innere und der äußere Weg sich wieder treffen, warten noch besonders große Tiere – im Bisongehege. Wer von da aus weiter dem Asphaltweg folgt, kommt nach knapp zwei Kilometern zurück zum Markkleeberger beziehungsweise Nordstrand, und die Runde ist beendet.

So auch für Günter Körber. Er schätzt das Radfahren und hat auch schon davon gehört, dass eine Wanderung um den See sich lohne – zwei bis drei Stunden sollten dafür bei gemütlichem Tempo einplant werden, sagt Anne Walter. Doch an diesem Tag will Körber nur schwimmen. „Das Wasser ist schön klar – da nehme ich auch in Kauf, dass der Strand ziemlich voll ist“, gesteht der Leipziger. Ähnlich geht es Lukas Trommler und Yong Sung Kim. Der 19-jährige Theologie-Student und der 35-jährige Biotechnologie-Doktorand kommen mit ihren Zweirädern aus Leipzig. Den See umrunden oder gar die Neuseenland-Route befahren, wollen sie an diesem Tag nicht: „Ich habe Semesterferien, und Yong hat sich den Nachmittag frei genommen – wir wollen jetzt nur noch ins Wasser springen“, sagt Lukas Trommler.

Florian Bamberg

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