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Markkleeberg Mit System durchs Seenland
Region Markkleeberg Mit System durchs Seenland
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16:34 06.01.2010
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Markkleeberg

Darum hat er ein Handbuch für ein Informations- und Leitsystem vorgelegt. Das erste Schild nach dem neuen Muster steht auch schon.

„Mit Hilfe dieses Systems erhalten Besucher eine klare Wegweisung und umfangreiche Informationen zu den touristischen Angeboten“, erklärt Sandra Brandt, Geschäftsführerin des Tourismusvereins. „Ziel ist es, eine Orientierungskette von der Ankunft im Neuseenland bis hin zum gewünschten Zielobjekt zu erreichen.“ So könnten Besucherströme sinnvoll gelenkt werden. Zudem garantiere eine überschaubare Präsentation, dass touristische Angebote auf einen Blick erfasst werden können. „Symbole und Bezeichnungen müssen einheitlich verwendet werden. Das Angebot der touristischen Ziele findet so eine Vernetzung in der Region“, sagt Brandt weiter. Ein Anfang nach diesem Strickmuster ist bereits gemacht: Am Cospudener See weist jetzt ein neues Schild auf den Hafen Zöbigker hin. Die Piktogramme darauf zeigen dem Besucher, welche Gelegenheiten ihn an diesem Plätzchen erwarten. Kehrt der Gast dem Gewässer wieder den Rücken, wird er auf der Schilderrückseite auf ein weiteres Ziel aufmerksam gemacht, den fünf Kilometer entfernten Markkleeberger See – ebenfalls mit per Signets aufgelisteten Optionen. Entwickelt wurde das modulare System mit den Grundfarben Blau und Grün und der bekannten Welle vom Leipziger Planungsbüro Stadtlabor. Kostenpunkt: 30 000 Euro, 8000 davon kommen vom Freistaat. Der Rest stammt aus Eigenmitteln sowie von den elf Kommunen, die Mitglied im Verein sind. „Das Informations- und Leitsystem besteht im Wesentlichen aus Begrüßungsschildern, Informationstafeln und Wegweisern“, erklärt Tourismusfrau Brandt. Dabei werden letztere für alle Verkehrsarten vom Radfahrer über den Reiter bis hin zum Wassersportler verknüpft. „Wir haben uns an bestehende Vorgaben in der Wegweisung etwa für Radler gehalten und diese übernommen“, so Brandt. Ebenfalls integriert ist die klassische touristische Ausschilderung auf der Straße in den Farben Braun und Weiß. Während es bei Wanderwegen keine offizielle Empfehlung zur Ausgestaltung gebe, hat sich der Verein bei den Radwegen an die Empfehlung des Freistaates gehalten, bei Wasserwegen an jene des Gewässerverbundes. „Landratsamt und Straßenbehörde haben das 60-seitige Handbuch geprüft“, sagt die Vereinschefin. Bei den Kommunen selbst habe man – nicht zuletzt durch ihre Beteiligung an diversen Workshops – „Sensibilität für das Thema erzeugt“. Deren Mitarbeiter können künftig nachschlagen, wenn sie unsicher sind, wo welches Schild hingehört, welche Farbe, Schrifttyp und Material eingesetzt werden sollen und mit welchem anderen Wegweiser es kombiniert werden kann. „Wir hoffen nun, dass möglichst viele unsere Ideen umsetzen. Denn das System lebt von seiner Einheitlichkeit.“ Zahlen müssen dafür die Kommunen. Denn in deren Hoheit liegt es, neue Schilder aufzustellen. Dass es geht, zeigt übrigens ein Blick über die Seenlandgrenzen. „Die Lausitzer sind uns einen Schritt voraus“, sagt Sandra Brandt.

Ingolf Rosendahl

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