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Mit flottem Hüftschwung und

12. Landkreistanzfest Mit flottem Hüftschwung und

Die Tanz-Profis vom Soziokulturellen Zentrum Kuhstall machten am Sonnabend das Dutzend voll und luden zum 12. Landkreistanzfest nach Großpösna. Erneut kamen über 200 Teilnehmer aus allen Himmelsrichtungen ins Bürger- und Vereinshaus. Kein Wunder – lautete das Motto doch: Tanzen hält fit und macht glücklich.

Power und Gefühl sind beim Dancehall-Workshop mit Katja Morozova (vorn Mitte) gefragt. Der Tanzstil basiert auf Reggae und Hip Hop.

Quelle: André Kempner

Grosspösna. Die Tanz-Profis vom Soziokulturellen Zentrum Kuhstall machten am Sonnabend das Dutzend voll und luden zum 12. Landkreistanzfest nach Großpösna. Erneut kamen über 200 Teilnehmer aus allen Himmelsrichtungen ins Bürger- und Vereinshaus. Kein Wunder – lautete das Motto doch: Tanzen hält fit und macht glücklich. Altbewährte Parole – aber junge Tänzerinnen und Tänzer: Das klappt. Kommen dann noch einfallsreiche Choreografien hinzu, glüht der Tanzboden.

Wie schon in den Jahren zuvor, standen mehrere Workshops zur Auswahl. So konnten die Organisatoren zum ersten Mal Katja Morozova gewinnen. Die national und international gefragte Tänzerin aus Köln arbeitete schon für Fashion Shows, DSDS oder auch Got to Dance. Beim Landkreistanzfest leitete Katja den Workshop Dancehall und Hip Hop Lady Style. Dancehall – ein neuer Tanzstil?

Aber nein: „Dancehall baut auf Reggae und Hip Hop“, erläutert Katja. Seine Ursprünge erinnern an Jamaika. Beim Dancehall werden sehr viel die Hüften gekreist, seien die Knie besonders beweglich. Ein Stil, der ganz augenscheinlich für die quirlige Tänzerin geschaffen ist. Voller Power, Rhythmus und Gefühl sind ihre Bewegungen. Aber auch die Tanzschüler können sich in Großpösna sehen lassen: Zunächst lässt Katja ihnen Freiraum – dann demonstrieren sie langsam die Übungen.

„Super – das schaut doch schon toll aus“ , lobt Katja. „Und jetzt noch schön lächeln.“ Alles kein Problem für den Tanznachwuchs. Außerdem: Die Hauptsache sei, dass die Freude beim Tanzen rüberkommt. „Dass man Spaß hat“, so Katja. „Man muss das Publikum mitnehmen, es mit der eigenen Tanzfreude anstecken.“ Das Mitreißende komme dann automatisch.

Mit flottem Hüftschwung und peppigen Pirouetten kann auch Sandy Seeligmüller ihre Schüler mitreißen. Doch zunächst kommt ein ausgedehntes Warm up mit viel Kraft und Dehnübungen. „Macht schöne, große Bewegungen, damit ihr ordentlich warm werdet.“ Wenig später schwingen Hüften und Arme, fliegen die Zöpfe im Takt dazu. „Hoch, tief, vor, zurück. Kick mit dem linken Bein. Kick mit dem rechten Bein. Schritte über Kreuz. Jaa! Hepp, hepp, hepp.“ Und natürlich: Lächeln.

Leitet Sandy Seeligmüller mittlerweile die L.E. Dance Factory der Musifa in Leipzig, sind auch Susann Schneider, Anna Scharbrodt oder der Hallenser „Tom“ Lehrer, die zum Teil eigene Tanzcrews haben und ihre Schüler begeistern können. Von deren Workshops ist auch Maria Windt angetan. Die junge Frau entdeckte ihre Liebe zum Tanz wie viele andere in den Kinderjahren. „Ich habe über 17 Jahre Ballett getanzt. Beim Kuhstall-Verein mache ich nun mein Hobby zum Beruf.“

Maria kann nicht nur mitreißend tanzen, sondern auch gut organisieren. Des Lobes voll sind die Teilnehmer aus Bad Düben, Borna, Böhlen, Kitzscher, Leipzig Leisnig, Radefeld, Thümmlitzwalde, Zwenkau oder dem Muldental. „Ich bin das dritte Mal dabei. Man bekommt neue Anregungen, kann andere Schritte lernen“, sagt Jessica Wagner (14) von der Tanzgruppe Happy Swing aus Leisnig.

„Erfahrungen sammeln, sich gegenseitig inspirieren, andere Tanzrichtungen kennenlernen“, möchte die Böhlenerin Laura Ludwig (17). Viel Wert auf Nachwuchsarbeit legt der Radefelder Tanzverein. Aus dem Schkeuditzer Ortsteil kommen zwei der jüngsten Eleven nach Großpösna: Maria Meißner und Amelia Jagen: „Wir sind von den Breakhoppers und sind wegen Hip Hop hier“, erklären die beiden Zehnjährigen.

Wenige Stunden später hieß es dann, genug getanzt. Allerdings nur, was die schwingenden Beine betraf. Wer wollte, konnte noch an Feedbackrunden teilnehmen oder sich die einstudierten Choreografien bewerten lassen. Mit vielen neuen Ideen im Kopf und einer Urkunde in den Händen ging es zurück auf die heimischen Tanzböden.

Von Ingrid Hildebrandt

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