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Markkleeberg Mit jedem Schritt wird es heller
Region Markkleeberg Mit jedem Schritt wird es heller
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14:08 19.05.2015
Sparfüchse: Thomas Kaplinski (rechts) mit Martin Neumann (links) und Michael Meinecke von der Firma Leipziger Leuchten im Hans-Steche-Weg. Quelle: André Kempner

Wie Stadtbeleuchter Thomas Kaplinski bei der Präsentation erklärt, besteht die 35 000 Euro teure Beleuchtungsanlage aus insgesamt elf LED-Lichtmasten vom Typ Richard. Entwickelt wurde das System "Clever Light" - nomen est omen - von der Firma Leipziger Leuchten, installiert von der Firma Windolph. Erste Erfahrungen wurden damit schon in Borna und Borsdorf sowie in der JVA an der Leinestraße in Leipzig gesammelt.

"Clever Light ist eine dynamische, bewegungsabhängige Lichtsteuerung, Basis ein kleiner, in jeder Leuchte installierter Präsenzmelder", erläutert Heiko Reichel von der Firma Leipziger Leuchten. Sobald ein Fußgänger, Radfahrer oder auch ein Fahrzeug in den Hans-Steche-Weg einbiegt, werden die Lichtpunkte nach und nach automatisch für jeweils anderthalb Minuten hochgefahren. "Im Normalbetrieb sind die Lichtpunkte im Grund- oder Dämmerzustand bei etwa 20 Prozent der Leistung, was in Summe eine Energieeinsparung von rund 60 Prozent bringen wird", erklärt Reichel.

Sorgen um die Sicherheit müssten sich die Anwohner in Gaschwitz nicht machen. "Das Zeitfenster reicht vollkommen aus, das haben wir getestet. Selbst im Dämmerzustand ist die Straße noch ausreichend hell. Außerdem kann die Stadtverwaltung jederzeit eingreifen. Ohnehin ist in zwei bis drei Monaten ein Feintuning geplant", sagt Reichel. Ein weiterer Vorteil: Kaplinski kann den Verbrauch der Lichtpunkte im Hans-Steche-Weg komplett aber auch einzeln selbst ablesen.

Der Stadtbeleuchter freut sich über seinen neuesten Coup, der die gute Energiebilanz der Stadt Markkleeberg weiter verbessern wird. "Wir haben es 2014 zum ersten Mal geschafft, den Stromverbrauch unserer Straßenbeleuchtung inklusive Lichtsignalanlagen unter eine Million auf 975 000 Kilowattstunden und 262 000 Euro zu senken", sagt Kaplinski. Im Vergleich: "2001 hatten wir nur 2100 Lichtpunkte, haben aber über eine Million Kilowattstunden verbraucht", erklärt der Fachmann aus dem Rathaus.

Die Einsparung sei vor allem der modernen LED-Technik zu verdanken. "Inzwischen sind bei uns rund 20 Prozent der öffentlichen Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet. Als Nächstes geht es sukzessive im Wohngebiet Eulenberg, in Auerbachs Hof und im Agra Park weiter", kündigt Kaplinski an. Und das Engagement zahlt sich für die Stadt nicht nur beim Stromverbrauch in barer Münze aus.

"Seit 2009 haben wir von unserem Stromversorger EnviaM über 25 000 Euro an Prämien im Rahmen des Fonds Energieeffizienz Kommunen für wirklich innovative Beleuchtungssysteme erhalten", berichtet Kaplinski. Erst vergangenes Jahr habe sich die Große Kreisstadt wieder 5000 Euro sichern können. Die, wie Kaplinski betont, in neue Anlagen investiert werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.02.2015
Ulrike Witt

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