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Mittelschule Markkleeberg präsentiert sich letztmalig im alten Schulhaus

Mittelschule Markkleeberg präsentiert sich letztmalig im alten Schulhaus

Schnuppertag in der Mittelschule: Lange ein Ereignis, das Leiterin Angelika Bärthel vor allem Sorgenfalten auf die Stirn trieb. Das in die Jahre gekommene Gebäude in der Geschwister-Scholl-Straße schreckte auf den ersten Blick ab.

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Schulleiterin Angelika Bärthel (links) mit Wolfgang Heinze, Frank Reichardt (rechts) und interessierten Gästen.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Und für den zweiten nahm sich nicht jeder Zeit. Jetzt, mitten im Aus- und Umbau, überwiegt Optimismus. „Unsere Außenhaut stimmt zwar noch nicht, aber inhaltlich stehen wir anderen in nichts nach“, erklärte Bärthel der Runde, die sich am Samstagvormittag in Zimmer 3 eingefunden hatte. „Mittelschule Markkleeberg – Wo denn sonst?“, lautete das Motto der Präsentation. Bär-thel berichtete von der Kennenlern-Woche für Fünftklässler, den Vertiefungs- und Neigungskursen ab Klasse 7, stellte Projektwochen, aber auch die Schülerfirma und die Band, Schulsozialarbeiter Frank Reichardt sowie den Schulklub vor. Zudem machte sie auf die Palette der Ganztagsangebote aufmerksam.„Bei uns können Ihre Kinder töpfern, trommeln, experimentieren, am Computer lernen, in der Graffiti-Werkstatt mitarbeiten, Förderunterricht nutzen und sich sportlich betätigen“, zählte Bärthel auf. Dass für ihre Mittelschüler inzwischen Paddeln, Segeln und Tauchen auf dem nahen Cospudener See ganz selbstverständlich ist, mache sie stolz, gestand die Chefin. Vorbei die Zeiten als nur das Hildebrand-Gymnasium mit solchen Möglichkeiten punkten konnte.Und bald soll auch das Schulgebäude überzeugen. „Im Sommer wird der moderne Anbau übergeben. Unsere Neuen ziehen gleich dort ein, ebenso die sechsten und siebten Klassen“, verriet Bärthel. Für die Großen bedeute das zwar ein Jahr Container-Interim: „Aber wir schaffen das gemeinsam, da bin ich mir ganz sicher.“ In 18 Monaten soll alles fertig sein: der sanierte Altbau, der Neubau mit Fachkabinetten, Küche, Fahrstuhl und Bibliothek im Erdgeschoss, sowie die Außenanlagen und der Sportplatz. Rund neun Millionen Euro investieren Freistaat und Stadt (die LVZ berichtete) in die dann dreizügige und damit auf Zuwachs ausgelegte Einrichtung.Auf Bärthels Agenda stehen deshalb seit Monaten Besprechungen mit dem Bauträger und dem zuständigen Planungsbüro IBB. „Aktuell geht es um die farbliche Gestaltung der Räume“, berichtete sie. Für die Einhaltung des Zeitplanes verbürgte sich Sozialamtsleiter und Bauherr Wolfgang Heinze: „Die Mittelschule wird baulich genauso spitzenmäßig wie das Gymnasium. Und die 27 Lehrer sind ohnehin eine Top-Truppe.“Schülersprecher Tim Reichenbach, gerade zwölf Jahre, aber in Sachen Schul-PR schon ein Profi, meinte: „Es gibt so viele Angebote, man muss sie nur nutzen. Durch meine Arbeit im Kreisschülerrat habe ich doch den Vergleich.“ Klar gebe es mal Ärger mit Lehrern, „aber das ist nun mal so, mich sehen bei der Pausenaufsicht ja auch viele als Spaßbremse.“ Zufrieden ist auch Mutter Silke Jäger: „Unsere Melanie besucht die sechste Klasse. Sie fühlt sich hier wohl und das ist doch das Wichtigste“, betonte die 42-Jährige, die vom Elternforum zur Theatergruppe eilte. Familie Müller aus Großdeuben muss sich noch entscheiden: „Aber Markkleeberg kommt in die engere Wahl“, befanden sie.Anfang März wird sich zeigen, ob das Werben wirklich erfolgreich war. Dann liegen bei den Viertklässlern die Bildungsempfehlungen vor und Bärthel wird wie jedes Jahr akribisch die Anmeldungen auflisten. Das Ziel ist klar: „Zwei fünfte Klassen.“

Ulrike Witt

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