Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Mittelstandstreffen soll Vernetzung in Zwenkau fördern
Region Markkleeberg Mittelstandstreffen soll Vernetzung in Zwenkau fördern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:39 22.04.2010
Holger Schulz (Zweiter von links) im Gespräch mit den Unternehmern, Ute Martin, Andreas Büttner, Gert Pistol, Beate Krüger und Jens Hennig (von links). Quelle: André Kempner
Anzeige
Zwenkau

Dabei waren zwei Dutzend Unternehmer aus der Stadt.

„Es ist an der Zeit, in den Zwenkau die richtigen Leute zusammenzubringen“, begrüßte Geschäftsführer Jens Hennig das Anliegen. „Erfahrungsaustausch ist wichtig“, meinte auch Altbürgermeister Herbert Ehme (CDU), der berichten konte, vor Kurzem von Landrat Gerhard Gey (CDU) als Mittler zwischen „Gewerbe und Verwaltung“ zum „Außenminister für Wirtschaftsförderung des Landkreises ernannt worden zu sein. „Kunden können wir Ihnen nicht bringen, aber wir können aktiv ein Umfeld und die Infrastruktur gestalten“, sagte Schulz vor den geladenen Gästen. Vielerorts werde nicht gewusst, was der Nachbar macht, meinte er und änderte das kurzerhand in der Runde, um so künftig Synergien und kürzere Beschaffungswege zu ermöglichen: Haustechnik, Autohaus, Informations- und Sicherheitstechnik, Telekommunikationsdienstleister, ein Busunternehmen, Werkzeug- und Formbaubetrieb, ein Fliesengroßhandel, ein Gartenbaubetrieb, ein Ingenieurbüro – jeweils ein Firmenvertreter umriss das Geschäftsfeld und Besonderheiten.

„Eine recht bunte und breite Palette“, resümierte der Bürgermeister, der betonte, „ab zehn und mehr Beschäftigten stehe ein Unternehmer in etwa vor denselben Problemen“. Das Mittelstandstreffen sei nicht als gegenläufige Sache zum Gewerbeverein, sondern als Ergänzung gedacht, betonte er. Als „Farce“ dagegen bezeichnete Stadträtin Heike Oehlert gestern, dass mehreren Klein- und Mittelständlern Anfrage gesagte worden sei, die Veranstaltung sei nur für geladene Gäste. „Die Leistungsträger werden vor den Kopf gestoßen“, meinte sie.

Schulz zeichnete an dem Abend detailliert Zwenkaus Entwicklung bis zum heutigen Tag und die bisherige des Sees nach, ging dabei auf die zehn Millionen Euro teure Erschließung des Hafens ein und informierte über die Gewerbestandorte, von denen zwei am Seebad Zwenkau noch im Entstehen sind. Auch eines seiner Lieblingsprojekte, die direkte Bahnanbindung Zwenkaus an Leipzig, wie sie von 1886 bis 1957 existierte, präsentierte er. Zurzeit prüfe die Deutsche Bahn die Machbarkeit, so Schulz. Dann gab Jens Hennig einen Rück- und Ausblick der Geschichte seines Backbetriebs, der täglich allein zwischen 8000 und 12 000 Brote herstellt, und führte durch die Produktion. Bei der anschließenden Kostprobe intensivierten die Gäste die Kontakte untereinander.

Das Mittelstandstreffen traf auf Zustimmung. „Obwohl ich hier aus der Gegend stamme, habe ich einige neue Sachen erfahren“, lobte Petra Wolf vom Dienstleistungsunternehmen Riedl und Stöcker. „Der informative Charakter war da“, meinte Geschäftsführer Gert Pistol des gleichnamigen Unternehmens, nannte aber die Firmenvorstellung „etwas überdehnt“. Günstiger für die Kommunikation beim Essen sei ein Stehbankett regte er für die „wichtige Fortsetzung“ an.

Kendra Reinhardt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit zehn Jahren heißt es am Cospudener See im Leipziger Südraum „Ahoi“ statt „Glück auf“. Im Juni 2000 wurde das geflutete Tagebau-Loch für die Freizeit-Nutzung freigegeben.

22.04.2010

Wenn am 24. April in Zwenkau das alljährliche Schützenfest gefeiert wird, können die Organisatoren von der örtlichen Freihandschützengesellschaft auf eine alte Tradition verweisen.

21.04.2010

Über die Zukunft der Berufsschule wurde viel diskutiert (die LVZ berichtete). Während die künftigen Gärtner und Floristen ihre Ausbildung ab August im Berufsschulzentrum des Landkreises in Wurzen fortsetzen, laufen in Markkleeberg die Vorbereitungen für einen runden Geburtstag.

20.04.2010
Anzeige