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Markkleeberg Module für elektronisches Stellwerk in Gaschwitz geliefert
Region Markkleeberg Module für elektronisches Stellwerk in Gaschwitz geliefert
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00:37 05.09.2015
Das erste von insgesamt acht Modulen für das elektronische Stellwerk schwebte gestern Mittag per Kran am Bahnhof Gaschwitz ein. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

"Jetzt gibt es kein zurück mehr", sagte Matthias Sieber, Projektleiter bei der DB Netz, am Morgen. Wie berichtet, werden bis 2019 im Zuge des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale im Bereich Markkleeberg-Gaschwitz Gleise, Oberleitungen, Entwässerungsanlagen und die Eisenbahnbrücke Neue Harth neu gebaut sowie mehrere hundert Meter Lärmschutzwand errichtet.

Erklärtes Ziel der Deutschen Bahn ist es, die Modernisierung durchgängig bei rollendem Verkehr zu realisieren. Dafür werden die Züge innerhalb des Gaschwitzer Bahnhofes komplett umgeleitet, in den nächsten Monaten im westlichen Teil für die Umfahrung vier Bauweichen, provisorische Gleise und eben jener Behelfsbahnsteig 6 angelegt. Ab Herbst 2016 soll darüber der gesamte S-Bahn- und Zugverkehr fahren. Der östliche Teil des Gaschwitzer Bahnhofes ist dann für den Bau frei gelenkt.

"Die Module für das elektronische Stellwerk sind der erste Schritt für den Umbau. Die komplette Montage und schrittweise Nachschaltung einschließlich diverser Funktionstests dauert bis zum Frühjahr 2016", erklärte Sieber. Vorab war in der Nacht zum Mittwoch an der Oberleitung gearbeitet worden. "Um den westlich gelegenen, heutigen Bahnsteig 6 als Interimsbahnsteig für die bis 2018 geplante Umfahrung ertüchtigen zu können, müssen die dazugehörigen Leitungen stromlos sein. Deshalb wurde ein Trenner eingebaut", erläuterte der Projektleiter.

Für den Abriss der alten Bahnanlagen und den Neubau der Hauptgleise, der Oberleitung inklusive Leit- und Sicherungstechnik im östlichen Teil des Bahnhofsgeländes veranschlagt Sieber zwei Jahre. "Ich gehe davon aus, dass dieser im Herbst 2018 fertig ist und an das elektronische Stellwerk Gaschwitz angeschlossen werden kann. Für den westlichen Teil brauchen wir dann nur ein Jahr, ein weiteres für die landschaftspflegerischen Begleitmaßnahmen."

Damit Züge künftig vom Leipziger Hauptbahnhof durch den City-Tunnel über Gaschwitz und Böhlen nach Südwest-Sachsen und weiter bis Hof fahren können, investiert die Bahn allein im Abschnitt Gaschwitz-Großdeuben rund 92 Millionen Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.09.2015
Ulrike Witt

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