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Markkleeberg Montessori-Einrichtung in Rüssen-Kleinstorkwitz wird nicht ausgebaut
Region Markkleeberg Montessori-Einrichtung in Rüssen-Kleinstorkwitz wird nicht ausgebaut
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07:00 14.09.2016
Vereinsvorsitzender Alexander Wagner (links) schaut Montessori-Schülern in Rüssen beim Malen zu. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Die Christliche Montessori-Ganztagsschule in Rüssen-Kleinstorkwitz wird nicht erweitert. Das teilte gestern der Vorsitzende des Trägervereins Lebenswelt Schule, Alexander Wagner, mit.

„Wir möchten den Charakter unserer Grundschule erhalten. Gerade das familiäre Klima, der enge Kontakt zu Kindern und Eltern zeichnet uns ja aus“, begründete Wagner, der auch stellvertretender Bürgermeister und CDU-Stadtrat in Zwenkau ist. Die Entscheidung sei nicht leicht gewesen und schon gar kein Schnellschuss, fügte er hinzu.

Wie berichtet, war im vergangenen Jahr eine Arbeitsgruppe zur Zukunft der Schule ins Leben gerufen worden. „Die Anmeldezahlen steigen seit Jahren, der Raum wird immer knapper, aber auch inhaltlich galt es zu klären, wie es weitergehen soll“, erläuterte Wagner. In einer Zukunftswerkstatt seien die Ideen von Mitarbeitern und Vorstand zusammengetragen und diskutiert worden.

„Es haben sich drei Schwerpunkte herauskristallisiert: die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, das Team-Teaching mit zwei ständigen Lehrern pro Klasse und die Raumentwicklung“, erklärte Wagner. Positives konnte der Vereinschef gestern zu Punkt eins verkünden. „Im Oktober, spätestens Anfang November fangen bei uns zwei Inklusionsassistenten an. Der Freistaat fördert fünf Jahre lang zwei halbe Stellen. Der Bescheid der Sächsischen Aufbaubank ist vergangene Woche bei uns eingegangen.“ Am Team-Teaching, das vor allem bei der vormittäglichen Freiarbeit in den Fächern Deutsch, Mathe und Sachkunde Alltag werden soll, werde parallel gearbeitet.

Bleibt das Problem Raumentwicklung. Bei schlechtem Wetter würden am Nachmittag bis zu 50 Kinder in zwei Horträumen mit zusammen 80 Quadratmetern betreut. Zudem seien die Sanitär- und Integrationsräume noch immer nicht fertig ausgebaut, die Garderobe für aktuell 64 Schüler viel zu eng, sagte Wagner.

„Drei Leute werden sich weiter mit der baulichen Zukunft beschäftigen“, kündigte er an. Wie die aussehen könnte, ließ er offen. Platz schaffen ließe sich, wenn die im Haus ansässige Kita der Volkssolidarität ausziehen würde, das alte, inzwischen sanierte Schulhaus im Geschwister-Scholl-Weg wieder reine Schule wäre. Doch die Idee ist angesichts des Zuzugs junger Familien und ohne alternative Räume in Rüssen höchst unpopulär.

Bauchschmerzen hat Wagner auch, wenn er an die 52 Anmeldungen fürs Schuljahr 2017/18 denkt: „Wir können nur 15 Erstklässler aufnehmen. Das heißt, wir müssen viele Familien enttäuschen.“

Von Ulrike Witt

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