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Markkleeberg Montessorischule Rüssen fertig saniert
Region Markkleeberg Montessorischule Rüssen fertig saniert
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14:00 19.05.2015

Der Vorsitzende des Vereins Lebenswelt Grundschule sitzt an seinem Schreibtisch in der Christlichen Montessori-Ganztagsschule in Rüssen-Kleinstorkwitz. Vor sich hat er - "was sonst" - einen Bauplan. "Wir wollen unseren Hort zu einer integrativen Einrichtung ausbauen", erklärt Wagner. Nicht irgendwann, sondern bis zum Ende der Sommerferien sollen zwei Container stehen und den über 60 Schülern mehr und barrierefreien Platz bieten.

Es ist nicht die erste Baumaßnahme auf dem Gelände der alten Schule in Rüssen-Kleinstorkwitz. 2007, ein Jahr nach Gründung der Montessorischule, waren die damals 22 Kinder mit ihren Lehrern und Erziehern von der katholischen Pfarrei in der Zwenkauer Marktstraße in einen Container am Geschwister-Scholl-Weg umgezogen. Viele Zwenkauer hätten das Projekt mit Skepsis betrachtet, erinnert sich Wagner. Sieben Jahre und rund 1,3 Millionen Euro später ist der Verein stolz auf das Erreichte und "fühlt sich in Rüssen-Kleinstorkwitz akzeptiert".

Hinter Wagner und seinen Mitstreitern liegen arbeitsreiche Jahre. Der Weg war lang und steinig. "2009 konnten wir das Grundstück in Erbbaupacht übernehmen. Das war die Voraussetzung, um 2010 die Innensanierung des alten Schulgebäudes vorantreiben zu können. Unser Container platzte ja mit 44 Kindern zu diesem Zeitpunkt schon aus allen Nähten", erzählt der Vereinsvorsitzende und Rechtsanwalt. 700 000 Euro kostete es, die beiden Etagen inklusive Elektrik und Sanitärbereichen sowie die Turnhalle auf Vordermann zu bringen. Um die notwendigen Mittel zusammen zu bekommen, wurden mit bunten Schulbausteinen Spenden gesammelt. 2011 kam das Außengelände an die Reihe, 2012 der Eingangsbereich.

Vergangenes Jahr konnte schließlich mit 75 Prozent Fördermitteln aus der integrierten ländlichen Entwicklung (Ile) die energetische Sanierung der alten Schule angepackt werden. Zudem wurden für insgesamt 400 000 Euro das Dach und die Fassade des Haupthauses modernisiert, die Heizung erneuert und neue Fenster in der Turnhalle und der im Objekt ansässigen Kita "Bunte Schmetterlinge" eingebaut. Nicht geplant war indes die Trockenlegung und Überholung des Kellers nach der Juni-Flut der benachbarten Weißen Elster.

"Seit 2008 haben wir in Summe rund 1,3 Millionen Euro in die Schule und den Garten investiert", sagt Wagner. Er sei stolz auf das Erreichte, gesteht er beim Spaziergang durch den idyllisch anmutenden Schulgarten. "Ohne die Unterstützung unserer Mitglieder, unserer Eltern, der umliegenden evangelischen und katholischen Kirchgemeinden und der Stadt Zwenkau, aber auch der kleinen und großen Spender wäre das nicht möglich gewesen", betont er.

Als einzige Gemeinde im Leipziger Neuseenland könne Zwenkau im Grundschulbereich eine Alternative anbieten. Erstaunlicherweise nutzten das wie beim Freien Gymnasium Zwenkauer Eltern allerdings kaum. "Die meisten Schüler kommen aus anderen Orten, allein 18 aus Dreiskau-Muckern", berichtet Wagner. Er hofft, dass sich das in den nächsten Jahren ändert. Dies gilt auch für den Zustand des Geschwister-Scholl-Wegs, der noch immer einer Schotterpiste gleicht. "Wir haben schon im Rathaus vorgesprochen, aber der Stadt und uns fehlt das nötige Geld", so Wagner.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.06.2014
Ulrike Witt

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